Erfülltes Sexleben: So kommst du leichter und stärker zum Orgasmus

Erfülltes Sexleben: So kommst du leichter und stärker zum Orgasmus

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    Erfülltes Sexleben: So kommst du leichter und stärker zum Orgasmus
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„Je besser Sie Bescheid wissen über die weibliche Erregung, desto größer ist die Chance auf sexuelle Erfüllung.“ Beatrice Poschenrieder, Partnerschafts-/Sexualberaterin und Autorin
Auch wenn es eigentlich anders sein sollte: Ein Orgasmus ist leider für viele Frauen gar nicht selbstverständlich. Ein Grund dafür: Viele Frauen wissen selbst viel zu wenig über den weiblichen Orgasmus und darüber, wie er entsteht. Wir laden dich ein, deine Lust neu zu entdecken und ein wenig zu experimentieren. Dazu stellen wir dir sieben Tipps vor, mit denen du leichter oder intensiver zum Höhepunkt kommen kannst. Probiere sie alleine oder mit deinem Partner/deiner Partnerin doch einmal aus!

 

Unsere Tipps

1 Drücke die Pausentaste

Eine Möglichkeit, besonders intensiv zum Orgasmus zu kommen, ist diese: Kurz bevor du kommst, wird die „Pausentaste“ gedrückt. Wenn du diese Technik während deiner Selbstbefriedigung ausprobierst, ist es leicht, diesen Moment zu erwischen. Wenn du mit einem Partner oder einer Partnerin Sex hast, müsst ihr wahrscheinlich mehr kommunizieren, um den richtigen Augenblick abzupassen. Wichtig ist, dass jegliche Stimulation pausiert, wenn du kurz vor dem Kommen bist. Erst, wenn die Erregung ein Stück abgeflacht ist, startest du (bzw. startet ihr) von Neuem. Wiederhole diese Technik einige Male. Möglich, dass es auf diese Weise sehr lange dauert, bis du zum Orgasmus kommst. Aber die Chance ist hoch, dass er dann wirklich fantastisch ist. Experimentiere, was dir am besten gefällt: Du kannst warten, bis deine Erregung ganz abgeflacht ist, bevor ihr wieder mit der Liebkosung beginnt. Oder ihr wartet nur einen Moment und legt dann wieder los.

2 Einfach weitermachen

Im Gegensatz zu den meisten Männern sind Frauen dazu in der Lage, mehrere Orgasmen hintereinander zu erleben. Der Weg zu multiplen Orgasmen ist eigentlich ganz einfach: Hört nach dem Orgasmus nicht mit der Stimulation auf, sondern macht einfach weiter. Direkt nach dem Höhepunkt bist du wahrscheinlich sehr empfindlich, es empfiehlt sich also, erst mal einen Gang zurückzuschalten. Auf diese Weise kommst du schnell über die Empfindlichkeit hinweg auf den Weg zum nächsten Orgasmus. Und der ist vielleicht noch stärker als der erste.

3 „Ja, genau so!“

Für diese Technik musst du mit deinem Partner vielleicht stärker im Bett kommunizieren, als du es bisher getan hast. Aber das wird sich lohnen! Der Punkt ist: Dein Partner oder deine Partnerin muss meist aus deiner körperlichen Reaktion erspüren, was dir gefällt. Manchmal ist das eindeutig, manchmal aber auch sehr schwierig. Werde konkreter und gib Anweisungen: „Etwas schneller“, „Nicht ganz so fest“, „Weiter links“ und schließlich „Ja, genau so!“ Wenn dieser Punkt erreicht ist, soll dein Partner auch nicht mehr weiter experimentieren, sondern mit der Stimulation möglichst ganz genau so weitermachen. Die Chance, dass du dadurch schnell und intensiv zum Orgasmus kommst, ist hoch. Und dein Partner weiß in Zukunft noch besser, was du magst. Diese Technik lässt sich natürlich auch umdrehen, sodass dein Partner dir sagt, wie genau er stimuliert werden möchte.

4 Probiere Neues aus

Gibt es erotische Fantasien, die du bisher nicht oder zu wenig ausgelebt hast? Vielleicht möchtest du mal mit Sextoys experimentieren, neue Stellungen ausprobieren oder so richtig sündige Wäsche tragen? Egal, wovon du träumst: Prüfe doch mal ernsthaft, ob es sich nicht in die Realität übertragen lässt. So kommt mehr Schwung in dein Liebesleben und das steigert auch deine Chance, einen richtig guten Orgasmus zu bekommen.

5 Bleibe im Hier und Jetzt

Wer ständig den Druck verspürt, zum Orgasmus kommen zu „müssen“, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen erleben. Auch Sorgen, Zeitdruck oder Konflikte können das Liebesspiel ganz empfindlich beeinträchtigen oder sogar für länger dauernde sexuelle Unlust sorgen. Wenn du damit Probleme hast, ist vielleicht dieser Kurs etwas für dich. Für den Anfang kannst du aber versuchen, beim Liebesspiel nur im Hier und Jetzt zu bleiben. Alles andere hat jetzt nichts in deinem Kopf verloren, weder der Druck, jetzt bald mal kommen zu „müssen“, noch die Alltagssorgen. Wenn du merkst, dass du doch wieder mit deinen Gedanken abschweifst, hole dich selbst liebevoll zurück und konzentriere dich nur auf das, was du hier und jetzt wahrnimmst.

6 Bewege dich

Bei der Vereinigung, aber auch bei der Selbstbefriedigung oder wenn dein Partner/deine Partnerin dich stimuliert, solltest du auf keinen Fall unbewegt auf dem Rücken liegen. Bewegungen des Beckens tragen dazu bei, dass sich deine sexuelle Lust besser im Körper ausbreiten kann. Auch das Anspannen und Lockerlassen deiner Beckenbodenmuskeln kann einen großen Unterschied machen. Experimentiere mit unterschiedlichen Bewegungen und finde heraus, was sich gut anfühlt.

7 Die Klitoris umspielen

Auch diese Technik eignet sich sowohl für die Selbstbefriedigung als auch – bei ausreichender Kommunikation – für den Sex mit einem Partner beziehungsweise einer Partnerin. Und so geht’s: Deine Klitoris wird zunächst längere Zeit nur umspielt, nicht direkt stimuliert. Das bedeutet: Dein Partner (oder du selbst) kommt ihr immer wieder nahe, berührt sie aber nur gelegentlich. Auch hier ist Kommunikation wieder das A und O: Sag deutlich, was dir gefällt, und wann es mit dem Umspielen auch mal genug ist.

!Wusstest du eigentlich...

Die weibliche Erregung verläuft nicht linear, sondern in verschiedenen Phasen. Zunächst braucht es eine Erregungsphase, die dann in die Plateauphase übergeht: Jetzt steigt die Erregung nicht weiter an, sondern bleibt relativ lange stabil. Und schließlich kommt es zum eigentlichen Orgasmus.

Bildnachweis: RusticFOTO/Bigstock.com

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