Vegane Ernährung Basics

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    Vegane Ernährung Basics
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“Gib tierische Lebensmittel für zwei Monate oder sogar nur für eine Woche auf und ich verspreche dir, dass du besser aussiehst und dich besser fühlst und du es für immer tun möchtest!” sagt Alicia Silverstone
über die vegane Ernährung

Die vegetarische Ernährung ist seit vielen Jahren in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auf Fleisch zu verzichten, ist schon lange keine schräge Idee einiger Sonderlinge mehr: Spitzenköche haben den Trend aufgenommen, Verlage ihre Kochbücher angepasst und auch in Restaurants ist die Auswahl an vegetarischen Gerichten auf der Speisekarte deutlich umfangreicher geworden. Doch immer mehr Menschen wollen sogar noch einen Schritt weitergehen. Sie interessieren sich für eine Vegane Ernährung.

Ein Dasein ohne anderen Lebewesen zu schaden, ist nur möglich, wenn komplett auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtet wird. Die Idee, die vegane Ernährung ohne Milch, Fleisch und Eier zu leben, reizt dich? Doch an der Durchführung hapert es noch? Damit stehst du nicht alleine da. Die reine Willensanstrengung reicht bei der Einführung von neuen Lebensweisen häufig nicht aus. Wenn du – trotz Motivation – nicht richtig weißt, wie du die Vegane Ernährung anfangen sollst, helfen dir diese Tipps.

 

Unsere Tipps

1 Go vegan – dein Körper wird es dir danken

Für ein gutes Körpergefühl, ist es wichtig, Bewusstheit gegenüber dem Körper zu entwickeln. Was tut mir gut? Wodurch fühle ich mich besser und wodurch schlechter? Werde ich müde nach Mahlzeiten oder habe ich mehr Power? Der türkischstämmige Starkoch Attila Hildmann sagt zum Beispiel über seine vegane Lebensweise, dass er überhaupt keinen Grund sähe, wieder mit dem Fleischessen anzufangen. Seit mehr als 12 Jahren verzichtet er nun schon auf tierische Produkte; mit der Konsequenz, dass er gemäß seiner Einschätzung über mehr Energie verfüge, sich wohler fühle, eine schönere Haut und volleres Haar hätte. Was willst du mehr? Solche Erfahrungen sind die beste Motivation veränderte Ernährungsgewohnheiten beizubehalten.

2 Es gibt viele Alternativen zu tierischem Eiweiß

Es ist eine Tatsache, dass der menschliche Körper Eiweiß braucht für den Muskelaufbau und die Zellerneuerung. Tierisches Eiweiß ist bis jetzt ein großer Bestandteil deiner täglichen Nahrung? Keine Sorge, es geht auch anders. Der tägliche Proteinbedarf kann ohne Probleme über pflanzliche Quellen gedeckt werden. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen, Kichererbsen), Sojaprodukte (z.B. Tofu), Seitan, Nüsse, Quinoa, Hirse, Amarant, Buchweizen und Chia Samen – die Regale der Supermärkte werden kontinuierlich aufgestockt. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Du kannst deine vegane Ernährung genauso abwechslungsreich und gesund gestalten wie “im Leben davor”. Mehr noch: Eine rein pflanzliche Ernährung ist für den Stoffwechsel sogar leichter aufzuschlüsseln. Wer sich hinsichtlich der Gesundheit unsicher fühlt, kann regelmäßig beim Arzt ein Blutbild erstellen lassen. Achtung: Vegetarier und Veganer bekommen leichter einen Vitamin B12 Mangel, welches für die Nerven verantwortlich ist. Aus diesem Grunde sollte Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

3 Stress ist für das Projekt “Vegane Ernährung” kontraproduktiv

Gib dir Zeit, dich in deiner neuen Ernährung zu orientieren. Finde heraus, was du gleich umsetzen kannst und was dir zum jetzigen Zeitpunkt zu viel ist. Die vegane Lebensweise sollte kein Muss sein. Du brauchst nicht sofort alle Lederschuhe aussortieren, deine Daunenbetten wegwerfen und ein schlechtes Gewissen haben, wenn du bei einer Freundin Apfelsaft trinkst (dieser wird nämlich leider häufig durch Gelatine gefiltert – eine pflanzliche Alternative zu Gelatine ist übrigens Agar Agar). Streng genommen tragen Veganer auch keine Seide und essen keinen Honig. Du wirst deine Entwicklung in deinem Tempo machen, also lasse dich nicht unter Druck setzen. Alle tierischen Produkte, die du ersetzen kannst, zählen. Und das ist schon einiges für den Anfang.

4 Nicht vergessen: Dein Lebensstil ist deine Privatsache!

“Warum bist du Veganer?” “Weil ich Tiere liebe.” “Und warum isst du ihnen dann das Futter weg”? So oder so ähnlich können sich die Kommentare auf deinen neuen Lebensstil anhören. Das Gelächter könnte groß werden, wenn du etwas anders machst, als dein Fleisch liebendes Umfeld. Sei darauf gefasst und lasse dich nicht verunsichern. Es ist übrigens auch denkbar, dass dich radikale Veganer belehren wollen, was du noch alles optimieren könntest. Übergriffige Menschen triffst du in beiden Gruppen. Aber es geht nicht darum, perfekt zu sein und es den anderen Menschen genehm zu machen. Bleib bei dir und mache deine eigenen Erfahrungen. Es ist dein Leben und deine Gesundheit.

5 Wissen, warum du machst, was du machst

Die ethischen Werte eines Veganers sind zukunftsweisend für eine bessere Welt. Keine Frage. Abgesehen von der Beachtung der Tierrechte, profitiert auch die Menschheit vom Veganismus. Rein rechnerisch ist es so, dass der weltweite Hunger um einiges reduziert werden könnte, wenn noch mehr Menschen auf Fleisch verzichten würden. Die Anbaufläche, die für die Kultivierung der Tiernahrung verwendet wird, könnte als Ackerfläche unzählige Menschen ernähren. Mit der veganen Ernährung bist du in der Lage, einen Beitrag zu den Problemen dieser Welt zu leisten. Das ist ein gutes Gefühl. Wenn dir der Austausch fehlt und du an deinem Vorhaben zweifelst, kannst du einfach im Internet recherchieren. Auf YouTube werden beispielsweise Filme über Massentierhaltung bereitgestellt.

6 Langfristig “Hände weg” von veganem Junkfood

Die Ernährung auf vegan umzustellen und plötzlich zehn Kilo mehr auf der Waage zu haben – auch das kann passieren. Panierte pflanzliche Schnitzel, Seitan-Würstchen, Schokoladenpudding auf Sojabasis, Pommes, Reismilch-Eis; all das ist vegan, macht aber noch keine ausgewogene Ernährung aus. Natürlich sind neue Produktwelten verführerisch. Du bist auf Entdeckungsreise in der veganen Welt und neugierig auf die neuen Geschmäcker. Probiere alles aus, was dich interessiert, aber vergiss nicht, dass eine gesunde Ernährung aus viel Gemüse und frischen Zutaten besteht. Daran ändert auch der vegane Lebensstil nichts.

7 Gute Rezepte bereiten den Weg

Marmeladenbrot mit Margarine, Nudeln mit Tomatensoße und grüner Salat. Wenn du keine Ideen hast, was du kochen sollst, werden die Mahlzeiten schnell eintönig – und dann ist das “Projekt Vegan” gefährdet. Besorg dir vegane Kochbücher. Gerade bei einer neuen Ernährung ist es wichtig, von Menschen zu lernen, die mehr Erfahrungen haben. Es ist völlig in Ordnung, sich inspirieren zu lassen. Und wie bei der gewöhnlichen Mischkost auch, findest du zahlreiche Rezepte im Internet. Auch unter rein veganen Kochblogs wirst du fündig. Die vegane Küche kann viel mehr, als dir spontan einfällt. Statt Verzicht wirst du neue Gerichte kennenlernen.

!Wusstest du eigentlich...

Schweine sind ähnlich intelligent wie dreijährige Kinder. Sie sind verspielter und wesentlich schlauer als Hunde. Und wie der Mensch lieben sie es, Musik zu hören.

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