Ordne dein Leben

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„Die Unordnung kreiert sich zum Teil selbst und erweitert sich ohne Zutun einer Person ständig. Unordnung expandiert, Ordnung nicht.“ Patrick Fonger in „Einfach entrümpeln“
Manche Menschen schwören auf das kreative Chaos, aber die meisten haben es lieber klar und übersichtlich. Ordnung tut gut: Sie hilft uns, den Überblick zu bewahren und zur Ruhe zu kommen. Für Ordnung zu sorgen, ist jedoch gar nicht so einfach. Schnell nimmt das Durcheinander wieder überhand. Chaos gibt es aber nicht nur in der Wohnung, sondern in vielen anderen Lebensbereichen, die uns schnell mal über den Kopf wachsen. Es lohnt sich, auch hier für Ordnung zu sorgen und mal kräftig auszumisten. Gegenstände, Emotionen, Dateien, Aufgaben, Lebensziele: In allen Bereichen sollte nur das in unserem Leben bleiben, das uns glücklich macht, bereichert oder vorwärts bringt. Alles andere darf gerne verschwinden. Ordne dein Leben mit Hilfe dieser Tipps:

Unsere Tipps

1 Ordne deine Wohnung

Die Wohnung fällt dir sicher als Erstes ein, wenn du an Ordnung oder Chaos denkst. Fällt es dir leicht, eine strukturierte Umgebung zu schaffen oder versinkst du regelmäßig im Chaos und solltest mal entrümpeln? Die Japanerin Marie Kondo hat mit dem „Magic Cleaning“ ein System entwickelt, das schon vielen Menschen zu mehr Ordnung verholfen hat. Der Grundgedanke: Nur diejenigen Dinge dürfen bleiben, die du im Alltag benutzt oder die dir ein angenehmes, warmes Gefühl verursachen. Alles andere ist verzichtbar. Um Ordnung nach der KonMari-Technik zu schaffen, gehst du nicht Raum für Raum vor, sondern arbeitest Themen ab: Trage zum Beispiel alle Werkzeuge oder Schreibgeräte aus deiner ganzen Wohnung an einer Stelle zusammen und beginne erst dann mit dem Aussortieren. So kannst du die Masse leichter überblicken und siehst klarer, was überflüssig ist.

2 Ordne deinen Kleiderschrank

Der Kleider- und Schuhschrank vieler Frauen quillt rettungslos über. Hier verbergen sich dann jede Menge unnützer Dinge: Fehlkäufe, längst zu klein gewordene Stücke oder Teile, die sich einfach nicht gut kombinieren lassen. Neben dem Platz, den die Kleidung verbraucht, kostet sie dich auch jede Menge Zeit: Sicher kennst du das Gefühl, einfach nicht das passende Outfit zu finden, obwohl der Schrank übervoll ist.

Die Lösung: Stelle deine Kleidung so um, dass sich die einzelnen Stücke vielseitig kombinieren lassen. Dazu musst du zunächst einmal aussortieren: Verbanne alles aus deinem Kleiderschrank, das nicht mehr passt, kaputt ist oder dir nicht wirklich gefällt.

Unterziehe den Rest einer kritischen Prüfung: Welche Basics fehlen? Was brauchst du, um mit wenigen Kleidungsstücken möglichst viele verschiedene Outfits zu erstellen? Was lässt sich kombinieren? Wenn du dir unsicher bist, hole dir eine Freundin zu Hilfe, die dir Tipps geben kann.

Schließlich solltest du auch noch die Struktur deines Kleiderschranks überdenken. Was hat sich als besonders praktisch erwiesen? Wo entsteht immer wieder Unordnung? Vielleicht hilft es schon, die viel genutzten Shirts auf einen leichter zugänglichen Platz zu packen oder die Winter- bzw. Sommerkleidung in der unpassenden Jahreszeit aus dem Kleiderschrank zu verbannen.

3 Ordne deinen Computer

Wenn du mit dem Computer arbeitest, kennst du das Problem des Datenchaos: Dateien verschwinden auf Nimmerwiedersehen, weil du sie falsch gespeichert hast, das Email-Postfach quillt über und die tollen Fotos aus dem letzten Urlaub gehen in Hunderten anderer Bilder einfach unter. Es lohnt sich, auch in deinem digitalen Leben Ordnung zu schaffen. Allerdings kann das schnell zu einer unendlichen Aufgabe werden. Konzentriere dich deshalb auf einige wichtigen Bereiche:

  • Gewöhne dir an, neue Kontakte sofort in deinem Adressbuch zu sichern, damit du sie schnell griffbereit hast.
  • Wochen alte, unbearbeitete Mails kannst du in den meisten Fällen einfach löschen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sie sich sowieso schon erledigt.
  • Melde dich bei jeder Gelegenheit von Newslettern ab, die du nicht liest. Schon musst du dich mit diesen Mails nicht mehr beschäftigen.
  • Statt jedes einzelne Foto umzubenennen und zu sortieren kannst du auch einfach die schönsten drucken lassen und ganz altmodisch in ein Album kleben. Du wirst sehen: Auf diese Weise schaust du sie dir viel häufiger an.
  • Sorge für eine regelmäßige Datensicherung, damit nichts verloren geht.
  • Eine mobile Festplatte ist gut geeignet, um Daten aufzubewahren, die du vielleicht noch mal irgendwann brauchen könntest. So verschwinden sie von deinem Rechner, sind im Notfall aber noch zugänglich.
4 Ordne deine Beziehungen

Im Zeitalter sozialer Netzwerke haben wir viel mehr Kontakte, als wir tatsächlich pflegen können. Die vielen Beziehungen können leicht in Stress ausarten. Im schlimmsten Fall verzetteln wir uns darin so sehr, dass für die echten Freunde viel zu wenig Zeit bleibt. Schaffe deshalb mal Ordnung in deinen Kontakten:

  • Mache eine Liste: Wer sind deine wirklichen Freunde? Du erkennst sie daran, dass du sie jederzeit bei Problemen anrufen kannst. Wer würde dir helfen, einen schweren Kühlschrank ins obere Stockwerk zu tragen? Wer würde ganz selbstverständlich nach einer Party zum Aufräumen bleiben? Die wenigen Menschen, die auf dieser Liste stehen, sind deine wahren Schätze. In diese Beziehungen solltest du investieren und sie gut pflegen!
  • Auf die nächste Liste kommen alle deine echten Bekannten: Menschen, mit denen du dich nett unterhalten kannst, die du gerne mal wieder triffst, die aber nicht zu deinen engen Vertrauten zählen. Sei kritisch und frage dich: Tun mir diese Bekannten wirklich gut? Wenn ja, dann lohnt es sich, zumindest lockeren Kontakt zu halten. Wenn nicht, darfst du sie getrost von der Liste deiner Kontakte streichen.
  • Jetzt schau dich einmal aufmerksam nach Störfaktoren in deinem Umfeld um: Wer saugt dir immer wieder Energie und Lebensfreude ab? Wer behandelt dich schlecht? Diese Menschen haben in deinem Leben nichts zu suchen! Reduziere den Kontakt auf ein Minimum oder brich ihn ganz ab.
  • Schließlich kannst du noch einmal dein Adressbuch und die sozialen Netzwerke nach „Karteileichen“ durchsuchen: Schulkameraden, von denen du seit Jahren nichts gehört hast (und auch keinen besonderen Wert darauf legst) oder Menschen, die du nur einmal auf einer Party getroffen und seitdem nie wiedergesehen hast, kannst du einfach aus deinen Kontakten löschen. So hast du wieder mehr Überblick über die wirklich wichtigen Beziehungen.
5 Ordne deine Emotionen

Nicht nur in der Wohnung kann Durcheinander entstehen, sondern auch in deinem Kopf. Die Folge: ein Gefühlschaos, bei dem du leicht den Durchblick verlierst. Wenn du das auch kennst, kann dir Meditation helfen. Indem du dich auf deinen Atem konzentrierst oder und dich bemühst, deine Gedanken zum Schweigen zu bringen, kommt auch das Gefühlschaos zur Ruhe. Dann kannst du dir genauer anschauen, was eigentlich los ist und wie du die Gedanken und Gefühle sortieren kannst.

6 Ordne deine Aufgaben

Familie, Job, Haushalt, Garten, Hobbys, Ehrenamt, Freizeit … Wenn wir nicht aufpassen, wächst uns die Flut der Aufgaben schnell über den Kopf. Jetzt heißt es: Ordnung schaffen! Statt in blindem Aktionismus loszuhetzen, schau dir zunächst einmal an, was es eigentlich zu tun gibt. Was sind die wichtigsten Aufgaben, die keinen Aufschub dulden oder dich am meisten vorwärtsbringen? Die stehen ganz oben auf der Prioritätenliste! Gibt es vielleicht auch Dinge, die du ganz bleiben lassen oder an jemand anderen abgeben kannst? Nimm dir morgens ein paar Minuten Zeit, um die Aufgaben des Tages zusammenzutragen und zu priorisieren. Wenn du gerne kreativ arbeitest, kann ein Bullet Journal  eine gute Methode für dich sein. Dabei gestaltest du ein leeres Notizbuch zu einem ganz individuellen Organisationswerkzeug, das auch noch toll aussieht. Allerdings kostet ein Bullet Journal auch ganz schön viel Zeit. Einfache To-do-Listen oder eine entsprechende App reichen völlig aus. Hauptsache, du bringst ein wenig Ordnung in deine To-dos, bevor du loslegst.

7 Ordne deine Lebensziele

Die großen Lebensziele können im Alltagschaos schnell in den Hintergrund geraten. Dabei sind sie viel wichtiger als der Kleinkram, der jeden Tag deine Aufmerksamkeit fordert! Frage dich deshalb regelmäßig, was du im Leben erreichen möchtest und ob die Ziele, die du dir einmal gesetzt hast, noch zu dir passen. Nimm dir für diese Überlegungen Zeit. Indem du deine Lebensziele ordnest, erkennst du wieder besser, was wichtig für dich ist.

!Wusstest du eigentlich...

Das Wort „Chaos“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so etwas wie „Kluft“ oder „leerer Raum“. Das Gegenteil dazu war nicht nur Ordnung, sondern auch „Kosmos“, also das Universum mit seiner Weltordnung.

Bildnachweis: Stanislau_V/Bigstock.com

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