Glück: Fragen an dich selbst

Glück: Fragen an dich selbst

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“Reichtum und Luxus verbessern offensichtlich nicht die Zufriedenheit. Bildlich gesprochen heißt das: Wer sich eine Scheibe Käse auf sein Brot packen kann, fühlt sich nicht besser, wenn er eine zweite obendrauf legt.“ Maike van den Boom 

Was ist Glück eigentlich? Vielleicht ist für deine innere Erfüllung die Gesundheit ausschlaggebend, oder Geld, eine liebevolle Partnerschaft, Freunde oder dein Beruf. Es ist für jeden Menschen etwas anderes und unsere Vorstellung davon ändert sich im Laufe des Lebens. Möglicherweise ist deine jetzige Vorstellung von Zufriedenheit und Erfolg eine ganz andere als die, auf die du vor einigen Jahren hingearbeitet hast. Dinge verändern sich. Wir verändern uns.

Deshalb wird es immer wieder Zeiten geben, in denen du dich fragst, ob du ein wirklich glückliches Leben führst.

Finde heraus, wo du in Sachen Zufriedenheit momentan im Leben stehst. Mit den folgenden sieben Fragen, die du dir selber stellen solltest, bekommst du neue Denkanstöße, wie du dich aus tiefstem Herzen glücklich fühlen kannst.

Unsere Tipps

1 Worin finde ich innere Erfüllung und einen Lebenssinn?

Sinn in seiner Existenz findet nur derjenige, der etwas Befriedigendes in seinem Leben tut. Vielleicht hast du einen Beruf gewählt, der auch deine Berufung ist. Aber auch ein leidenschaftliches Hobby oder Glaube bzw. Spiritualität können innere Zufriedenheit geben. Für viele Menschen gibt es nichts Erfüllenderes als anderen zu helfen, zum Beispiel indem sie mit ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Wohlergehen von Menschen in Not, Kindern, Tieren oder der Umwelt beitragen. Fehlt dir diese tiefe, innere Erfüllung? Dann ergreife jetzt die Initiative und suche dir dein persönliches „Steckenpferd“, das dich befriedigt und glücklich macht. Diese Anregungen um deine Passion und Berufung zu finden können dir dabei helfen.

2 Wofür will ich meine Energie einsetzen und wo ist sie verschwendet?

Es wird Zeit, auszumisten. Hinterfrage deine Erwartungen an dich selbst und an dein Leben. Was brauchst du im Leben wirklich und was sorgt nur für Druck und Frustration? Ein Job sollte (zumindest einen Teil der Zeit) Spaß machen und Erfolgserlebnisse bringen. Wenn nicht, dann kannst du in Rücksprache mit deinem Chef vielleicht deinen Aufgabenbereich verändern – oder dich letztendlich nach Alternativen umsehen. Im Privaten gilt das Gleiche: Freundschaften oder Beziehungen müssen natürlich auch Belastungen trotzen können, sollten dich auf lange Sicht aber bereichern und glücklich machen. Versuche deine begrenzte Energie nur noch auf Dinge zu verwenden, die dich persönlich weiterbringen und glücklich machen.

3 Übernehme ich die Verantwortung für mich selbst und mein Leben?

Du und niemand sonst ist für dein Leben verantwortlich. Aber oft gibt es Situationen, in denen die Verantwortung abgeschoben wird. An den Chef, den Partner, den Staat. Mach dir immer wieder bewusst, dass du alle Möglichkeiten hast, dich selbst voll zu entfalten. Du musst es nur tun. Sei der aktive „Former“ in deinem Leben und nicht der passive Zuschauer. Konkret heißt das zum Beispiel: Bist du unglücklich im Beruf, dann jammere nicht über Chef und Kollegen. Ergreife die Initiative, indem du Dinge änderst oder den Job wechselst. Glück ist kein Zufall, sondern liegt in deiner Hand.

4 Habe ich heute schon an mich selbst gedacht und mir etwas Gutes getan?

Es macht glücklich, für andere zu sorgen und andere zu unterstützen. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass du dich selbst nicht dabei vergisst. Um mit dir selbst im Reinen zu sein, musst du dafür sorgen, dass du auch Dinge für dich tust. Oft reichen im Alltag schon kleine Auszeiten, ganz für dich: Gönne dir eine Massage, ein gutes Essen oder ein Glas guten Wein. Steckst du in Beziehungen, Freundschaften, innerhalb der Familie oder im Job immer zurück, dann hilft nur Offenheit. Sag was du willst und brauchst. Und scheue dich nicht, auch einmal Nein zu sagen. Das fällt dir nicht so leicht? Dann kannst du hier lernen, wie du Neinsagen und dir etwas Gutes tun kannst.

5 Bin ich mir bewusst, was ich alles habe und wofür ich dankbar bin?

Wir nehmen als selbstverständlich hin, dass wir eine Wohnung und Essen haben. Dass wir in einem freien Land in Frieden leben. Das Bewusstsein für dieses Privileg macht individuelle Probleme zwar nicht kleiner und nicht leichter zu bewältigen, aber Dankbarkeit kann dir helfen, die täglichen kleinen Glücksmomente wieder bewusst wahrzunehmen und Probleme als Chance für einen Neuanfang und für Weiterentwicklung zu begreifen. Überlege dir deshalb täglich fünf Dinge, für die du dankbar bist. Oder frage dich alternativ: Worauf bist du stolz? Was hast du erreicht? Was macht dich heute froh?

6 Was werde ich später einmal bereuen getan oder nicht getan zu haben?

So gern wir es verdrängen, wir alle werden älter. Früher oder später kommt eine Zeit, in der wir bestimmte Dinge nicht mehr tun können. Verschieben wir Wünsche und Träume zu lange, dann ist es irgendwann zu spät. Genauso kann es irgendwann zu spät sein, um Fehler oder Versäumnisse wieder gerade zu biegen. Beginne jetzt mit den ersten Schritten. Versöhne dich mit der Freundin, mit der du dich wegen einer Nichtigkeit zerstritten hast. Oder stelle dir einen konkreten Zeit- und Finanzplan für die Fernreise zusammen, von der du schon immer träumst.

7 Wann habe ich mich zuletzt so richtig ausgelassen und lebendig gefühlt?

Wie ein Kind einfach herumtollen, vor Lachen fast platzen oder vor Lebensfreude übersprudeln. Wann war das letzte Mal, dass du dich so gefühlt hast? Ist es lange her? Dann wird es Zeit, sich zu überlegen, was dich so richtig froh und ausgelassen sein lässt, warum du so selten dazu kommst und was du dagegen tun kannst. Triff dich zum Beispiel wieder mit der Freundin, mit der du immer so herrlich albern und kindisch sein konntest. Sei spontan und verrückt, egal was andere darüber denken. Es ist dein Leben.

Weitere Tipps:

++Handle sofort und es geht dir gleich besser++

!Wusstest du eigentlich...

Ist Glück messbar? Der „Happy Planet Index“ vergleicht weltweit die Lebenszufriedenheit. Auf Platz 1 liegt Costa Rica, gefolgt von Vietnam und Kolumbien. Sämtliche europäischen Länder liegen weit dahinter.

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