Sonnenschutz: So schützt du Haut und Augen richtig

Sonnenschutz: So schützt du Haut und Augen richtig

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“Wenn man auf seinen Körper achtet, geht’s auch dem Kopf besser.“ Jil Sander (*1943) Designerin und Modeschöpferin
Nach langen Wintertagen freuen wir uns, wenn die Sonne wieder da ist. Wenn die Zeit beginnt, in der ein T-Shirt am Abend ausreichend ist. Wenn wir alle viel gesünder aussehen, weil die Haut gebräunt ist. Doch dass UV-Strahlen eine negative Wirkung auf unserern Körper haben, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Vorzeitige Hautalterung durch Sonne, das will jede Frau vermeiden, und das geht nur mit Sonnenschutz. Schließlich ist es einfach nur bedauerlich, dass unsere Pos zwanzig Jahre jünger aussehen als unser Gesichter. Doch Spaß beiseite. Auf die Dosis kommt es an: Ein bewusster Umgang mit dem Sonnenlicht macht glücklich, zu viel Sonne schadet der Gesundheit und kann Sonnenbrand und sogar Hautkrebs verursachen. Besonders wichtig ist ein guter Sonnenschutz. Worauf du dabei achten solltest, um Haut und Augen keiner Gefahr auszusetzen, erfährst du hier.

Unsere Tipps

1 Schön dick auftragen: Viel hilft am besten

Sind wir ehrlich – natürlich macht es keinen Spaß, sich bei hohen Temperaturen mit Sonnencreme einzuschmieren. Aber wenn du schon dabei bist, dann mache es lieber richtig. Viele Menschen tragen nämlich zu wenig Sonnencreme auf. Ist die Schicht zu dünn, ist der Lichtschutzfaktor auch nicht voll aktiv. Dann kann es passieren, dass ein Lichtschutzfaktor 30 nur noch wie ein Lichtschutzfaktor 15 wirkt. Ein Richtwert für das Eincremen des ganzen Körpers liegt bei einer guten Handvoll Lotion, das sind etwa vier bis fünf Esslöffel oder 30 bis 40 Milliliter.

2 Sorgfältig auftragen und keine Stelle vergessen

Knallrote Kniekehlen, eine brennende Stelle am Rücken, der heiße Nacken – sicher ist es dir selbst passiert oder du konntest es an anderen Menschen beobachten, das „sich schlampig eingecremt haben“. Ein Trick beim Cremen ist es übrigens, die Hände kreisen zu lassen. Mit kreisenden Bewegungen ist eher gewährleistet, dass du alle Stellen, die du schützen willst, auch erwischst. Aber Vorsicht: Ziel ist nicht, die Sonnencreme tief einzumassieren. Sie sollte sich eher wie ein Schutzfilm auf die Oberfläche legen. Wenn du zu intensiv einmassierst, dann geht das auf Kosten der Schutzfunktion. Der Lichtschutzfaktor ist dann nicht mehr in vollem Umfang gegeben.

3 Nachcremen ist unbedingt erforderlich, vervielfacht die Schutzwirkung aber nicht

Wenn du einen langen Tag in der Sonne verbringen willst, dann ist es mit einmal Cremen leider nicht getan. Du solltest die Sonnencreme immer griffbereit haben. Besonders Regionen wie Stirn, Ohren, Nase, Schultern oder Fußrücken sind durch ihre exponierte Stellung sehr strapaziert. Da du nicht einfach nur daliegst, sondern dich bewegst, dir andere Kleidung anziehst und auch mal ins Wasser gehst, wird die Sonnencremeschicht stellenweise schnell verrieben. Auch der Schweiß kann den Schutz einfach wegspülen. Das Nachcremen in regelmäßigen Abständen sorgt dafür, dass dein Schutz vor Sonne gleichbleibend auf hohem Niveau bleibt. Aber denk daran, du besserst nur nach, den Lichtschutzfaktor der Creme kannst du durch mehrmaliges Auftragen nicht erhöhen.

4 Den natürlichen Schutz des Körpers kannst du stärken – oder schwächen

„Warst du im Solarium?“ – „Nein, ich trinke jetzt jeden Tag ein Glas Karottensaft!“ Wer viele Karotten isst, bekommt einen getönten Teint. Das kannst du im Selbstversuch leicht überprüfen. Karotten enthalten viel Betacarotin. Wenn dieses durch einen hohen Konsum direkt in die Hautschichten eingelagert wird, dann färben sich diese und haben dadurch einen höheren Lichtschutz. Wenn dir Karotten nicht schmecken, kannst du auch einfach Carotintabletten einnehmen, um diesen Effekt zu erhalten. Umgekehrt gibt es aber auch Stoffe, die dich empfindlicher für die Sonne machen. Das gilt für Süßstoff (z.B. Saccharin, Cyclamat), aber auch für Johanniskraut oder Medikamente (z.B. Antibiotika) und Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen).

5 Für einen geschützten Blick: Augen auf beim Kauf deiner Sonnenbrille 

Da UV-Strahlen nicht nur für die Hautoberfläche, sondern auch die Augen eine Belastung sind, solltest du an sonnigen Tagen eine Sonnenbrille tragen. Sonnenbrillen sehen schick aus, du kannst sie nach oben in die Haare schieben und neckisch in dein T-Shirt stecken. In erster Linie soll die Brille aber natürlich deine Augen schützen. Wichtig im Hinblick auf die Wertigkeit der Brille ist das Qualitätssiegel CE. Das bedeutet, dass die EU-Sicherheitsstandards erfüllt sind. Beim Kauf im Fachgeschäft kannst du dich auf Qualität verlassen, auch wenn die Brille hier ein Stück teurer ist.

6 Im Schatten wirst du auch braun. Gewusst?

Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Sonnenstrahlung am intensivsten. Die Südländer halten genau aus diesem Grund ihre Siesta. Das kannst du dir ebenfalls angewöhnen und dich in diesem Zeitraum einfach eher in den Schatten begeben. Ein Hut mit einer breiten Krempe, ein Shirt oder sogar langärmelige, luftige Kleidung haben denselben Effekt. Du bekommst an diesen Stellen zusätzlichen Lichtschutz. Das danken dir auch deine Haare. Denn die Haare werden durch Sonne ebenfalls strapaziert. Eincremen solltest du dich aber dennoch, denn Schatten heißt nicht “frei von UV-Strahlen”.

7 Erste Hilfe bedeutet sofort reagieren – höre auch deinen Körper

Sobald es auf der Haut brennt, hast du ein Problem. Nun ist Eile geboten. Es zählt jetzt jede Minute. Wenn es also doch passiert ist und du dir einen Sonnenbrand geholt hast, dann kannst du mit kühlenden Umschlägen aus Quark oder durch das Auflegen von feuchten Schwarzteebeuteln direkt auf die verbrannten Stellen im Anfangsstadium viel bewirkten. Auch After-Sun-Produkte mit Aloe vera beruhigen die gereizte Regionen des Körpers und spenden Feuchtigkeit. Am besten so oft wiederholen, bis die Rötung nachlässt. Sind die Schmerzen sehr stark, dann helfen entzündungshemmende Tabletten (Wirkstoff Acetylsalicylsäure).

!Wusstest du eigentlich...

Wie lange du in der Sonne bleiben kannst, hängt nicht nur vom Lichtschutzfaktor deiner Sonnencreme ab, sondern auch von deinem Hauttyp. Je heller die Haut, umso kürzer kannst du in der Sonne bleiben, auch mit guter Sonnencreme. Wenn du deine Verweildauer in der Sonne genauer wissen willst, kannst du hier einen kleinen Test machen: http://www.dguv.de/medien/inhalt/praevention/themen_a_z/haut/documents/hauttyp.pdf

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