So handeln selbstbewusste Frauen

So handeln selbstbewusste Frauen

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Selbstbewusste Frauen kennen ihren Wert. Doch wie wird man selbstbewusst? Selbstbewusstsein ist etwas, das man lernen, ja trainieren kann. Kaum jemand kommt selbstbewusst zur Welt und hat von Geburt an ein gesundes Gefühl für sein Selbst. Dieses muss wie so vieles Andere auch erst erlernt werden. Erfahrungen sowie vom Elternhaus und Umfeld vermittelte Werte prägen unser Selbstbewusstsein in der entscheidenden Phase des Heranwachsens. Doch auch, wenn es dort Defizite gegeben hat, kannst du als Erwachsene immer noch an deinem Selbstbewusstsein arbeiten.

Leite dich selbst an und lerne, was es heißt, selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Die folgenden 5 Tipps zeigen dir, was selbstbewusste Frauen anders machen.

Unsere Tipps

1 Sie sagen nicht immer Ja

Nein zu sagen, ist etwas, das viele Frauen erst als Erwachsene lernen müssen. Gerade in der Vergangenheit wurden Mädchen oft dazu erzogen, die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen zu stellen, und zu allem Ja zu sagen. Auch wenn diese verkrusteten Strukturen inzwischen aufgebrochen werden, wird Frau immer noch schnell als Zicke abgestempelt, wenn sie einmal Nein sagt. Doch lass dich davon nicht abschrecken. Selbstbewusste Frauen stehen zu ihren Bedürfnissen und scheren sich nicht darum, was andere von ihnen halten. Du bist nicht auf der Welt, um die Wünsche deines Umfeldes zu erfüllen. Merke dir: In erster Linie bist du dafür verantwortlich, dass es dir gut geht.
Das heißt keinesfalls, dass du andere für deinen Spaß oder Vorteil benutzen sollst, sondern einfach, dass du deren Bedürfnisse nicht über deine eigenen stellst.

Wenn du dich oft dabei ertappst, deine Zeit für andere zu opfern, Dinge zu tun, die du eigentlich nicht tun willst und dir Dinge aufschwatzen zu lassen, die du gar nicht haben möchtest, kann dir folgende Übungen helfen:

Nimm dir Zeit zum Nachdenken, bevor du Ja oder Nein sagst. Sag deinem Gegenüber, dass du einige Minuten Bedenkzeit benötigst, bevor du ihm oder ihr eine Antwort geben kannst. So hast du die Möglichkeit, dir der Situation mit all ihren Auswirkungen bewusst zu werden, und läufst nicht Gefahr, dich überrumpeln zu lassen.

Mehr Tipps dazu, wie du das Nein-Sagen lernen und dir selbst etwas Gutes tun kannst, findest du hier.

2 Sie verstecken ihre Schwächen nicht

Der Umgang mit Schwächen steht im Do and Don’t des Selbstbewusstseins ganz oben.

Selbstbewusstsein bedeutet nicht, so zu tun, als wärst du die Stärkste und Klügste frei von jeglichen Schwächen und Fehlern, sondern einfach, dass du dir deiner selbst bewusst bist – und zwar mit all deinen Fehlern und Schwächen. Du weißt um diese und kannst dazu stehen, ohne dir selbst und anderen ein falsches Bild von dir vermitteln zu müssen. Das heißt nun nicht, dass du dich auf deinen Schwächen ausruhen sollst, sondern, dass du sie kennst und gegebenenfalls bereit bist, an ihnen zu arbeiten. Darüber hinaus ist es ohnehin relativ, was denn nun überhaupt eine Schwäche ist. Dies hängt letztendlich meist vom Betrachter ab. Fühlst du dich von einer deiner Eigenschaften gestört und behindert sie dich beim Erreichen Deiner Ziele, solltest du jedoch etwas daran ändern.

Wenn du das Gefühl hast, dass dich eine deiner Eigenschaften einschränkt und behindert, ist es hilfreich, wenn du dir Vorbilder suchst. Halte nach Leuten Ausschau, denen es gelungen ist, eben diese Schwäche zu überwinden. Diese dienen dir als Ansporn und zeigen dir, dass auch du deine Schwäche erfolgreich hinter dir lassen kannst.

Hier findest du weitere Tipps dazu, wie du dein Selbstvertrauen stärken kannst.

3 Sie versuchen nicht immer, den Erwartungen anderer zu entsprechen

Sich seiner selbst bewusst zu sein, heißt zu wissen, wer man ist. Das bedeutet, das zu leben, was in deinem Inneren ist, und nicht, was dir andere von außen aufbürden wollen. Seien es die Erwartungen deiner Eltern, Deines Umfeldes oder neueste Modetrends – folge nur deiner inneren Stimme und nicht den Erwartungen anderer Menschen oder jenen der Gesellschaft.

Sich von den Erwartungen anderer und gesellschaftlichem Druck freizumachen, ist meist ein sehr schwieriger Prozess. Folgende Übung kann dir dabei helfen: Führe dir immer wieder vor Augen, dass Beziehungen zu Menschen, die dich nur akzeptieren, wenn du Ihre Vorstellungen und Wünsche erfüllst, in Wirklichkeit schlechte Beziehungen sind. Denke daran, wie du mit dir lieben Menschen umgehst. Erwartest du von diesen, dass sie eine bestimmte Rolle – und somit einen Zweck für dich – erfüllen, oder gestehst du ihnen ihre eigene Persönlichkeit zu? Warum solltest du dich von anderen schlechter behandeln lassen, als du sie behandelst? Du verdienst eine genauso gute Behandlung, wie du sie anderen angedeihen lässt.

4 Sie sind nicht harsch zu sich selbst

Viele Menschen gehen mit sich selbst viel härter ins Gericht als mit anderen. Bei jeder noch so kleinen Gelegenheit nennen sie sich selbst dumm, hässlich und unfähig. Gehörst du vielleicht auch zu diesen Menschen? Wenn ja, stell dir einmal vor, du würdest mit deiner besten Freundin so reden. Furchtbar, oder? Würdest du mitbekommen, dass jemand so mit einem dir nahe stehenden Menschen spricht, würde es dir wahrscheinlich das Herz brechen. Warum sprichst du also so mit dir?

Diese Übung kann dir dabei helfen, zu lernen, nett zu dir zu sein, dich anzunehmen und gut mit dir umzugehen. Stelle dich jeden Tag vor einen Spiegel und sage dir laut: „Ich mag dich (DEIN VORNAME). Du bist ein toller und wertvoller Mensch. Es macht Spaß, mit dir Zeit zu verbringen.“ Du kannst diese Übung auch um einzelne Eigenschaften, Körperteile, etc. erweitern. Sage dir zum Beispiel: „du bist ein humorvoller Mensch. Ich mag deine lustige Art.“ „du hast schöne Beine, die in einem Minirock toll zur Geltung kommen.“ Finde Eigenschaften und Merkmale an dir, die positiv sind, und beglückwünsche dich laut zu diesen. So fängst du auch an, positiv von dir zu denken.

5 Sie vergleichen sich nicht mit anderen

Der Vergleich mit anderen Menschen ist der Ursprung von Unzufriedenheit und Unglück. Leider neigen jedoch die meisten Menschen dazu, sich selbst, ihr Aussehen sowie ihre persönlichen und beruflichen Erfolge ständig mit jenen anderer zu vergleichen. Dabei solltest du immer daran denken: Vergleiche bringen dir absolut nichts, und schon gar nichts Positives. Es wird immer jemanden geben, der etwas besser kann als du und der mehr hat als du. Du musst nur lange genug danach suchen. Du bist jedoch unabhängig von anderen ein wertvoller Mensch, dessen Wert für sich und nicht in Relation zu anderen steht.

Obwohl Vergleiche für viele bereits zum Automatismus geworden sind, gibt es Übungen, die dabei helfen können, das lästige Vergleichen endlich sein zu lassen.

  • Notiere dir auf einem Zettel alle Eigenschaften und Errungenschaften, die du an dir als positiv wahrnimmst. Sieh dir diesen Zettel jeden Tag an und ergänze ihn womöglich auch. Freue dich über alles, was auf diesem Zettel steht und sei dankbar dafür.
  • Mache bewusst niemanden schlecht und rede auch die Erfolge anderer nicht schlecht. Nimmst du an jemandem in deinem Umfeld etwas Positives wahr und merkst du, wie sich negative Gedanken in dir breitmachen, sage bewusst “Stopp!”. So kannst du den destruktiven Prozess des Vergleichens unterbrechen. Freue dich stattdessen aktiv mit deinem Gegenüber und denk daran: Gedanken machen Emotionen. Wenn du also denkst “Ich gönne ihm/ihr diesen Erfolg”, obwohl du vielleicht ganz anders fühlst, werden sich deine Gefühle früher oder später an deine Gedanken anpassen. Und davon profitierst vor allem auch du.

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