7 Fragen, die dich weiterbringen

7 Fragen, die dich weiterbringen

  • FacebookWhatsAppEmailShare
  • Bewerten:  
    7 Fragen, die dich weiterbringen
    4 (1)
„Fragen lenken deinen Fokus auf bestimmte Themen, Prozesse und Gefühle. Sie bringen dich dazu, neue Perspektiven einzunehmen und Lösungen zu suchen.“ Kiwi Pfingsten, Coach
Die Antwort auf sehr viele wichtige Dinge steckt bereits in dir. Um sie herauszukitzeln, musst du allerdings die richtigen Fragen stellen. Wir stellen dir 7 Fragen vor, die dich in deiner persönlichen Entwicklung weiterbringen. Zum Nachdenken, Nachspüren, Sortieren, Suchen und Finden. Für mehr Klarheit, Orientierung und neue Wege. Vielleicht werden dich diese Fragen nicht auf Anhieb weiterbringen. Bei einigen von ihnen brauchst du sicher mehrere Anläufe, um die richtigen Antworten zu finden und kommst erst nach und nach zu mehr Tiefe. Aber die Mühe lohnt sich! Am besten formulierst du deine Antworten schriftlich, denn geschriebene oder ausgesprochene Worte haben viel Kraft, die du für dich nutzen kannst. Hier sind unsere sieben Fragen für dich:

Unsere Tipps

1 Was fehlt in meinem Leben?

Diese Frage hilft dir, wenn du spürst, dass du Dinge verändern solltest, aber sie noch nicht so richtig greifen kannst. Frage dich, was dir fehlt und was du gerne noch hättest. Welche Facetten des Lebens kommen im Moment zu kurz? Selbstverwirklichung? Spiritualität? Beziehungen und Freundschaften? Vertrauen? Materielle Dinge? Reisen? Neue Erlebnisse? Entspannung? Ruhe? Glück? Spüre in dich hinein und nimm wahr, wonach sich dein Herz sehnt. Auf die Dinge, die in deinen Antworten auftauchen, sollte sich deine Entwicklung konzentrieren: Hole sie nach und nach in dein Leben.

2 Was gibt mir Energie?

Diese Frage ist sehr wichtig, um vor allem in Stresszeiten schnell auf deine persönlichen Energiequellen zurückgreifen zu können. Welche Tätigkeiten, Personen oder Umstände sorgen dafür, dass du dich kraftvoller und entspannter fühlst? Vielleicht sind das Spaziergänge in der Natur, Gespräche mit wichtigen Menschen, Sport oder Meditation? Vielleicht ein heißes Bad, eine gemütliche Lesestunde, deine Lieblingsmusik oder das Toben mit den Kindern? Stelle dir eine Liste mit deinen Energiequellen zusammen und dann sorge dafür, dass du die einzelnen Punkte reichlich in dein Leben integrierst. Aus ihnen holst du Kraft, Zufriedenheit und Lebensfreude.

3 Was sind meine größten Stärken?

Viele Menschen arbeiten vor allem daran, ihre Schwächen loszuwerden. Doch ist dieser Weg wirklich sinnvoll? In den Bereichen, die dir nicht gut liegen, wirst du wahrscheinlich nie besonders gute Leistungen erbringen. Mittelmaß ist das Höchste, was du erreichen kannst. Nicht sehr motivierend, oder? Dazu kommt noch, dass das Lernen und Üben in deinen schwachen Themen besonders schwierig ist. Das heißt: Du musst viel Arbeit und Mühe in einen Bereich stecken, der dir nur wenig Erfolg verspricht. Gleichzeitig konzentrierst du dich mit dieser Sichtweise ständig auf deine negativen Eigenschaften – nicht gerade förderlich für das Selbstbewusstsein. Kehre die Sache lieber um: Konzentriere dich auf deine größten Stärken. In diesen Lebensbereichen kannst du es zu erstaunlichen Fähigkeiten bringen und du wirst auch viel mehr Spaß daran haben. Gleichzeitig wächst dein Selbstvertrauen, denn du blickst nicht auf deine negativen, sondern auf deine allerbesten Seiten. Also: Was sind deine größten Stärken und wie kannst du sie noch häufiger in deinem Leben nutzen?

4 Wer unterstützt mich?

Klar kannst du vieles alleine regeln. Aber mit der Unterstützung von anderen geht alles leichter. Frage dich deshalb: Wer ist für mich da? Wen kann ich anrufen, um auch über schwierige Themen zu reden? Wer ist mein Vorbild? Von wem kann ich lernen? Wer bringt mich zum Lachen? Wer würde mir beim Umzug helfen? Wer sagt mir, dass er/sie an mich glaubt? All die Menschen, die dir bei diesen Fragen einfallen, sind wertvolle Anker in deinem Leben. Schenke ihnen Zeit und Aufmerksamkeit, denn sie sind besonders wichtig für dich.

5 Was hält mich davon ab, meine Ziele zu erreichen?

Wahrscheinlich gibt es ein paar Punkte in deinem Leben, die du schon längst umsetzen wolltest. Warum hast du es bisher nicht getan? Fehlen dir Geld, Zeit oder andere Möglichkeiten? Wie kannst du sie dir schaffen? Oder liegt das Problem woanders? Meistens gilt: Wenn es keinen vernünftigen Grund gibt, etwas nicht zu tun, dann liegt das Problem im emotionalen Bereich. Es lohnt sich deshalb, dort genauer hinzuschauen. Hast du vielleicht Angst vor dem Scheitern oder vor der Veränderung, die dein Ziel mit sich bringen würde? Traust du dir selbst nicht genug zu? Oder hast du dir vielleicht die falschen Ziele ausgesucht, die gar nicht deinen eigenen Wünschen entsprechen? Finde die Probleme der Vergangenheit, dann hast du die besten Chancen, sie für die Zukunft auszuschalten.

6 Was ist der Sinn meines Lebens?

Zugegen: Die Frage nach dem Sinn des Lebens klingt ein wenig hochgestochen. Gemeint ist aber nicht unbedingt etwas Spirituelles, Schicksalsträchtiges. Vielmehr geht es darum, wo du deine wichtigste Lebensaufgabe und Erfüllung siehst. Dieser Aufgabe kommst du näher, wenn du dich fragst, woran sich Menschen später erinnern sollen, wenn sie an dich denken. Wo machst du einen Unterschied, an welcher Stelle machst du die Welt ein klitzekleines Stück besser?

7 Was sind meine wichtigsten Werte?

Jeder Mensch hat Grundwerte: Lebensregeln, die besonders wichtig sind und das Handeln beeinflussen. Häufig haben wir diese Werte von unseren Eltern oder Lehrern übernommen. Manches ist aber auch viel später dazugekommen. Es lohnt sich, einmal genauer hinzuschauen, welche Werte dir besonders wichtig sind. Ein paar Möglichkeiten sind zum Beispiel Gerechtigkeit, Zuverlässigkeit, Freiheit, Erfolg, Wachstum, Traditionen, Fürsorge, Bescheidenheit, Macht, Eigenständigkeit, Selbstentfaltung, Liebe oder Gemeinschaft. Was ist dir besonders wichtig? Und wo spiegeln sich diese Werte in deinem Handeln wider?

!Wusstest du eigentlich...

Fragen und Antworten sind der Kernpunkt in der Lehre eines der wichtigsten Philosophen aller Zeiten: Sokrates. Er unterrichtete seine Schüler, indem er ihnen nicht direkt Wissen vermittelte, sondern sie Fragen beantworten ließ. Die Antwort musste immer möglichst direkt sein und eine wichtige Facette beinhalten: die Erkenntnis, dass man selbst nicht alles wissen kann und muss. Wie in seinem bekanntesten Zitat: „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“

Bildnachweis: SSilver/Bigstock.com

.

.