Julia Leeb

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Die meisten von uns kennen aus dem Urlaub oder von Geschäftsreisen meist eher ungefährliche Länder und friedliche Ecken der Welt. Anders sieht das bei Julia Leeb aus. Sie bereiste als Journalistin Kriegsschauplätze und Krisengebiete. Dabei skizzierte sie das Leben der Menschen in Ländern, in denen Krieg, Armut und Gefahr zum Alltag gehören. Ihr Mut und ihre Neugier machen sie für uns zu einer der inspirierendsten Frauen der heutigen Zeit.

Julia Leeb reiste schon als Jugendliche in verschiedene südamerikanische Länder. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, einem Ägypter, lebte sie mehrere Jahre in Alexandria. Ihr Beruf als Journalistin, Filmemacherin und Fotografin führte sie danach unter anderem in die Demokratische Republik Kongo und (heimlich, mit Touristenvisum) nach Nordkorea, wo ein bewegender Fotoband entstand. Gemeinsam mit Jürgen Todenhöfer bereiste sie im Arabischen Frühling die Krisengebiete des Nahen Ostens. In Libyen entging sie bei einem Raketenangriff nur knapp dem Tod.

Julia Leeb mag es nicht besonders, wenn sie als „Kriegsfotografin“ bezeichnet wird. „Kriegsfotografen“, sagt sie, „sind Männer, die dort hinfahren, wo gebombt wird, die Aufnahmen machen und verschwinden.“ Julia Leeb hingegen möchte über das Leben der Menschen berichten. Darüber, wie es Menschen in Krisengebieten ergeht. Und auch über das Leben von Frauen, die in Ländern leben, in denen Vergewaltigung zum Alltag gehört – wie im Kongo. Dort werden jeden Monat Tausende Frauen vergewaltigt. Experten und dort stationierten Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen rieten ihr dringend vom Besuch der Rebellengebiete im Osten Kongos ab. Das sei viel zu gefährlich, gerade als junge, weiße Frau – und noch dazu als Journalistin. Julia Leeb fuhr dennoch dorthin, um den Frauen im Kongo eine Stimme geben. Sie traf dabei auf vergewaltigte Frauen, auf Warlords und auf Soldatinnen, die mit der Waffe ihre Vergewaltiger jagten.

Julia Leeb ist eine beeindruckende Frau voller Stärke. Sie hat in ihrem Job ihre Bestimmung gefunden und möchte auch in Zukunft einen Eindruck aus Ländern vermitteln, die wir sonst nur aus Berichten in den Nachrichten kennen.

www.julialeeb.com/