Granny Hair? Pro und Contra zum neuen Modetrend

Granny Hair?

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Über Geschmack lässt sich nicht streiten? Vielleicht doch, wenn es um den neuen Modetrend „Granny Hair“ geht, auf Deutsch: Oma-Haare. Junge Frauen tragen Haarfarben, die sonst den älteren Generationen vorbehalten waren. Die Haare werden aufgehellt und dann in Grau oder Silber gefärbt. Ein Trend, der die Meinungen spaltet. Die einen sehen in der ungewöhnlichen Farbe einen originellen Gag und eine Abwechslung zu den herkömmlichen Haarfarben. Gegner kritisieren, dass das Haar für diesen Modegag mehrfach gebleicht und gefärbt werden muss – nur um dann auszusehen wie seine eigene Großmutter.

Wie ist deine Meinung zum Granny Hair Look? Welche unserer beiden Pro- und Contra-Autorinnen trifft deinen Standpunkt?

Pro

Granny Hair? Ja. Gefällt mir!

Graue Haare sind IN. Ja, so ist es. Wer mit #grannyhair im Netz sucht, findet unzählige Bilder von jungen Menschen, die sich die Haare grau färben – in den unterschiedlichsten Schattierungen. Von Silbergrau über Rotgrau bis hin zum Grau mit Blaustich ist da alles dabei. Granny Hair ist Trend. Das heißt, graue Haare sind modisch und stehen nicht zwingend für den körperlichen Verfall. Die Jugend hilft der Generation 50+ auf die Sprünge. Danke schön!

Frauen, die zu ihren grauen Haaren stehen, hatten schon immer meine größte Anerkennung. Vor allem, wenn ich merke, dass sie es noch keine Minute bereut haben. Dass sie sich des Lebens freuen und mit ihren Haaren wohlfühlen, weil sie nichts mehr verstecken müssen. Sie wirken frisch und jugendlich, obwohl die Haare grau sind. Granny Hair ist möglich, wenn das restliche Outfit nicht dem einer Großmutter entspricht.

So tun, als ob (Haare färben), drückt die gegenteilige Haltung aus: „Ich bin nicht OK, so wie ich bin. Ich sollte jünger aussehen.“ Scham macht unattraktiv. Männer spüren das vielleicht nur, weil ihnen der Blick dafür fehlt. Aber ich als Frau sehe von Weitem, dass die Farbe aus der Tube kommt. Der Ton ist meistens zu einheitlich, ohne Nuancen. Wie ein Helm. Und auch wenn es gut gemacht ist: Spätestens nach drei Wochen schimmert der Ansatz durch. Ein kleiner Balken auf dem Kopf kann viel anrichten. Nicht die grauen Haare machen (stein-)alt, es sind die grauen Ansätze.

Contra

Auffallen um jeden Preis?

Auffallen um jeden Preis: In diese Kategorie fällt für mich der Granny-Hair-Hype. Bei Promis wie Lady Gaga, Rita Ora, Rihanna und Kelly Osbourne ist die graue Haarfarbe ein Hingucker, der ihnen ja auch – wie geplant – wieder einmal eine Story in den Klatschzeitschriften gesichert hat. Aber Lady Gaga trug auch schon Stofffrösche und so etwas Ähnliches wie eine Riesenbanane auf dem Kopf. Das würde auch niemand im echten Leben nachmachen.

Man darf auch nicht vergessen: Die Haare werden mehrfach aufgehellt und dann grau gefärbt. Eine wahnsinnige Strapaze, die das Haar schnell stumpf und glanzlos werden lässt. Und mit stumpf-grauem Haar kann einfach keine junge Frau gut aussehen. Bei den Promis, die den Trend „Granny Hair“ ins Leben gerufen haben tobt sich immerhin ein ganzes Team an Top-Stylisten aus, die das Haar nicht nur optimal pflegen, sondern auch perfekt stylen. Und es gehört schon eine sehr moderne, top gestylte Frisur und – nicht zu vergessen – auch ein extremes Outfit dazu, damit graue Haare nach Science Fiction oder High Fashion aussehen. Und nicht, wie es leider oft der Fall ist, einfach unpassend, farblos und alt.

Wartet doch einfach ab. Die graue Farbe kommt irgendwann von alleine. Zeigt lieber dann den Mut, zu eurer Farbe zu stehen. Aber vermutlich wird dann wieder gesträhnt und gefärbt was das Zeug hält. Denn wir wissen ja: Man will leider oft genau das, was man nicht hat.

 



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