Von Kindern abgeschaut: So geht Glück!

Von Kindern abgeschaut: So geht Glück!

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Wir Erwachsenen denken oft, wir wüssten, wie die Welt funktioniert. Dabei können wir uns eine ganze Menge von Kindern abschauen: zum Beispiel, wie das mit dem Glücklichsein funktioniert. Denn das haben wir vor lauter Vernunft und Verantwortung leider oft verlernt.

Wirf mal wieder einen genaueren Blick auf kleine Kinder und lass dir von ihnen zeigen, dass Glück oft gar nicht so schwierig ist!

Wir verraten dir, was du von den Kleinen lernen kannst. Sicher findest du aber noch viele weitere Beispiele …

Unsere Tipps

1 Lach mal wieder!

Hast du heute schon gelacht? So richtig laut? Hoffentlich! Erwachsene lachen im Schnitt 15 bis 20 Mal pro Tag. Das ist gar nicht so schlecht, doch es ist gar nichts gegen die Fröhlichkeit der Kinder: Kinder lachen durchschnittlich 400 Mal, an jedem einzelnen Tag! Die einfachste Möglichkeit, selbst wieder mehr zu lachen, ist diese: Verbringe Zeit mit Kindern. Denn ihr Lachen steckt einfach an.

2 Keine Hektik: Entschleunigen!

Manchmal kann es uns in den Wahnsinn treiben: Wir müssen dringend pünktlich zu einem Termin kommen und das Kind trödelt beim Schuheanziehen, beim Treppegehen, beim Ins-Auto-Steigen, … Tatsächlich tun Kinder damit aber etwas, das uns Erwachsenen längst verloren gegangen ist: Sie lassen sich Zeit. Sie tun die Dinge in ihrem Tempo, ohne Hektik und Stress. Davon können wir uns wirklich eine Scheibe abschneiden!

3 Das Glück der kleinen Dinge

Es braucht keinen großen Aufwand, um Kinder zu begeistern. Oft reichen schon ein glänzender Käfer, ein Blümchen oder ein paar Seifenblasen aus, um Kinder in Verzückung zu versetzen. Sie sehen oft Kleinigkeiten, die uns Erwachsenen völlig entgehen. Schließlich haben wir schon unzählige Käfer, Blumen und Schneeflocken gesehen. Tatsächlich sind es aber gerade diese Kleinigkeiten, die in der Summe das große Glück ausmachen können.

Lerne, wieder mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, und die kleinen Glücksmomente zu genießen. Lass dir die Sonne ins Gesicht scheinen, suche die erste Frühlingsblume, stampfe Spuren in den frischen Schnee, genieße ein Stückchen Schokolade und lächle den Menschen, die dir begegnen, zu. Einfach so, weil es schön ist. Übrigens: Mit einem Döschen Seifenblasen in der Handtasche bringst du in grauen Momenten auch Erwachsene zum Lächeln.

**Glück in dem finden, was man schon hat**

4 Bedingungslose Liebe

Kleine Kinder sind nicht nachtragend, sie nehmen uns nichts auf Dauer übel. Nichts, was wir tun, kann ihre Liebe ernsthaft erschüttern. Selbst wenn sie einen furchtbaren Wutanfall hatten, weil wir ihnen etwas nicht erlaubt haben, lassen sie sich irgendwann gerne wieder von uns kuscheln und trösten, und nach kurzer Zeit ist der Streit vergessen. Sie lieben uns, einfach so, bedingungslos. Wir Erwachsene neigen dagegen dazu, uns lange über empfundenes Unrecht zu ärgern. Wir sind noch wütend oder abweisend, wenn der Anlass dafür längst vorbei ist. Damit schaffen wir uns selbst ganz schön viel Leid. Ganz ehrlich: Da sind die Kinder schlauer als wir.

5 Was denken die anderen? Völlig egal!

Als Erwachsene ist uns die Außenwirkung meist sehr wichtig. Wir haben gelernt, nicht allen Impulsen zu folgen, unsere Gefühle im Zaum zu halten und uns „angemessen“ zu verhalten. Was sollen denn sonst die anderen denken? Kinder kennen diese Normen noch nicht. Sie verhalten sich genauso, wie sie sich gerade fühlen und wie es ihnen einfällt, und sind damit viel freier als wir.

Natürlich müssen wir nicht gleich damit anfangen, einen filmreifen Wutanfall im Supermarkt hinzulegen. Aber manchmal sollten wir einfach unseren Impulsen und Wünschen folgen, egal, was andere denken. Springe in Pfützen, setz dich auf dem Spielplatz mal schnell auf die Schaukel, lass einen Frühlingsschrei à la Ronja Räubertochter hören oder singe bei offenem Fenster laut die Lieder im Radio mit. Damit schaffst du dir viele kleine Glücksmomente, die dir entgehen würden, wenn du immer nur auf die Außenwirkung schaust.

6 Weg mit Vorurteilen!

Auch wenn wir es eigentlich gar nicht wollen: Wir haben Vorurteile. Jede Menge. Und die führen oft dazu, dass wir uns in der Gegenwart anderer unsicher fühlen und nicht wissen, wie wir mit ihnen umgehen sollen. Kinder kennen diese Vorurteile noch nicht. Ihnen ist es egal, welche Hautfarbe ein Mensch hat, ob er oder sie im Rollstuhl sitzt, tätowiert ist oder 150 kg wiegt. Sie gehen offen und neugierig auf die Menschen zu (und bringen uns verklemmte Erwachsene mit ihren unvoreingenommenen Fragen manchmal ganz schön in Verlegenheit). Von dieser Offenheit können wir viel lernen: Es bereichert unser Leben, wenn wir wieder lernen, vorurteilsfrei und neugierig auf andere Menschen zuzugehen.

7 Leben im Hier und Jetzt

Für kleine Kinder ist das „Gestern“ schon längst vergessen und das „Morgen“ existiert noch nicht. Sie leben im Moment, ganz im Hier und Jetzt. Nichts anderes ist wichtig als der Augenblick, in den sie sich so vertiefen können, dass sie alles um sich herum vergessen. Damit folgen sie ganz intuitiv dem Weg, den uns auch viele philosophische und spirituelle Richtungen raten. Wer sich nämlich über die Dinge in der Vergangenheit ärgert oder sich Sorgen um das macht, was noch kommt, der ist unglücklich. Ändern kannst du schließlich weder an der Vergangenheit noch an der Zukunft besonders viel. Handeln kannst du nur jetzt, in diesem Moment. Kinder können das, und sind uns damit in Sachen Glücklichsein ein ganzes Stück voraus.

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