Selbstsabotage

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„Wir fragen uns, was alles Furchtbares passieren kann und gehen vorauseilend oft in eine Schutz- und Schonhaltung.“
Dr. Petra Bock, Coach
Der Job ist nicht der richtige und trotzdem hängst du ihn nicht endlich an den Nagel. Die Beziehung ist eigentlich schon lange tot und trotzdem bleibst du. Die Figur entspricht nicht deinen Vorstellungen und trotzdem treibst du nicht endlich Sport und stellst deine Ernährung um. Klar, es gibt ja auch für alles Gründe – die Bezahlung ist gut, man findet doch niemanden mehr und für Sport ist schlicht und ergreifend keine Zeit. Oder etwa doch nicht? Nur allzu oft handelt es sich bei solchen Fällen um klassische Selbstsabotage, die letztendlich der Grund ist, warum positive Veränderungen nie stattfinden. Die folgenden sieben Tipps zeigen dir, wie du Selbstsabotage erfolgreich in den Griff bekommst.

Unsere Tipps

1 Mache kleine Schritte

Große Aufgaben können Angst machen und oft steckt die Angst zu scheitern hinter Selbstsabotage. Das große Ganze kann einen schnell einschüchtern und als zu viel erscheinen, Du fürchtest dich vielleicht davor, einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein, und redest dir daher ständig ein, dich noch besser vorbereiten und noch mehr üben zu müssen, bevor du diese endlich angehen kannst. Vielleicht möchtest du aus Angst zu scheitern alles so gut wie möglich planen, sodass du dich immer mehr verzettelst. In Wirklichkeit schiebst du die Aufgabe jedoch nur immer länger vor dich her – bis es vielleicht zu spät ist.  Hier hilft nur der Sprung ins kalte Wasser, denn nur, wenn du dich in deine Aufgabe stürzt, kannst du diese auch weiterbringen. Du wirst deine Aufgabe auch nur dann wirklich verstehen, wenn du dich ihr stellst. Durch Planung alleine wird dies niemals funktionieren. Damit du aber nicht tatsächlich überfordert bist, solltest du deine Aufgabe unbedingt in kleine Portionen einteilen und diese Schritt für Schritt abarbeiten. So läufst du nicht Gefahr, am Ende nicht doch überfordert zu sein.

2 Zweifle nicht an dir selbst

Selbstzweifel sind Gift für jedes Vorhaben. Vielleicht fragst du dich insgeheim auch jedes Mal, wenn du dir etwas vornimmst, ob du alles hast, was dafür nötig ist. Vielleicht fragst du dich sogar, ob du das Erreichen deines Ziels überhaupt verdienst. Ein zu gering ausgeprägtes Selbstwertgefühl ist einer der Hauptgründe hinter Selbstsabotage und steht deiner Selbstverwirklichung immens im Weg. Letztendlich ist der Glaube an dich selbst nämlich eine der wichtigsten Voraussetzungen, um ein Ziel zu erreichen. Aus diesem Grund solltest du deine Denkmuster einmal gründlich hinterfragen und wenn nötig ändern. Mache dir deine negativen und hinderlichen Glaubenssätze bewusst und sortiere sie rigoros aus. Dabei kann dir der Blick hin zu anderen Menschen helfen. Suche dir bewusst Menschen, die absolut von sich überzeugt sind, und nimm dir diese als Vorbilder. Wenn diese alles schaffen können, was sie sich vornehmen, warum nicht auch du? So kannst du deine Selbstzweifel nach und nach abbauen und durch neu gefundenen Glauben an dich ersetzen. Und denke immer daran, dass wir letzten Endes immer Beweise für das suchen, was wir glauben. Glaubst du, dass du etwas ohnehin nicht schaffst, suchst du nach Beweisen für deine Unfähigkeit. Glaubst du hingegen, dass du etwas ganz sicher schaffst, suchst du nach Beweisen für dein Können. So kreierst du sozusagen deine eigene Realität – ob diese negativ oder positiv ist, liegt in deinen Händen.

3 Verliere dich nicht in Details

Jede Aufgabe besteht aus kleinen Teilaufgaben, die erledigt werden müssen, um das große Ziel zu erreichen. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass du dich in Details verzettelst und das große Ganze aus den Augen verlierst. Ewig lange To-do-Listen können schnell einschüchternd wirken und dir das Gefühl geben, dass du eigentlich mehr zu bewältigen hast, als letztendlich der Realität entspricht. Dies führt in weiterer Folge auch dazu, dass du immer demotivierter wirst und vielleicht gar nicht mehr weiterarbeiten willst. Um das zu vermeiden, solltest du stets versuchen, dein eigentliches Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Bei den kleinen Etappenzielen solltest du daher immer dazuschreiben, warum diese für das große Ganze eine wichtige Rolle spielen. So kannst du deine Motivation aufrechterhalten und dein Ziel schließlich auch Wirklichkeit werden lassen.

4 Ignoriere Gerede

Viel zu viele Menschen lassen sich von der Meinung anderer beeinflussen. Vielleicht machst auch du dir zu viele Gedanken darüber, was andere über deine Vorhaben denken könnten. Und vielleicht hat dich dies auch schon von vielem abgehalten. Möglicherweise malst du dir schon vor dem ersten Schritt hin zu deinem Ziel in deinem Kopf aus, wie andere über dich lästern und sich über deinen – möglichen – Misserfolg freuen werden. Klar, dass du dann wenig motiviert bist, deine Ideen umzusetzen und vielleicht sogar Angst bekommst, wirklich etwas zu wagen. Dagegen hilft es, dir ständig vor Augen zu führen, dass die Menschen immer etwas zu reden und zu kritisieren finden, wenn sie es nur wollen. Mache dir klar, dass du es niemals jedem recht machen wirst können und dass du dein Leben für dich und nicht für andere lebst. Umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen und meide jene, die deine Pläne ständig schlecht machen.

5 Denke positiv

Unser Denken bestimmt unser Handeln. Denkst du also negativ, fühlst du dich bald auch schlecht und handelst dementsprechend. Dass sich Erfolg auf diese Weise kaum einstellt, ist eigentlich ganz logisch. Versuche daher, negative Gedanken rigoros durch positive zu ersetzen. Du weißt: Jede Medaille hat zwei Seiten. Warum sich also immer auf die negative statt auf die positive konzentrieren? Achte darauf, negative Gedanken wie „Das klappt doch niemals“, „Dabei gibt es sicher Schwierigkeiten“ und „Das schaffe ich sicher nicht“ durch ihr positives Gegenstück zu ersetzen. Das mag zu Beginn noch etwas ungewohnt sein, wird aber sicher bald zur Gewohnheit, sodass dir negative Gedanken gar nicht mehr in den Kopf kommen. Du wirst überrascht sein, wie gut die Dinge in Zukunft klappen.

6 Stelle realistische Ansprüche an dich

Wer zu hohe Anforderungen an sich stellt, kann nur scheitern. Das soll nun nicht heißen, dass du dich selbst nicht fordern und womöglich gar keine Ansprüche an dich haben solltest. Ganz im Gegenteil, hohe Ansprüche an dich selbst sind notwendig, um das Beste aus dir herauszuholen. Diese sollten jedoch stets realistisch sein und im Rahmen dessen, was du tatsächlich erreichen kannst, angesiedelt. Sind deine Ansprüche an dich zu hoch, kannst du sie nicht erfüllen und fühlst dich früher oder später minderwertig. Dem kannst du vorbeugen, indem du dir realistische Ziele steckst und nachsichtig mit dir umgehst. Gerade auch, wenn du etwas zum ersten Mal probierst, wird es wahrscheinlich nicht auf Anhieb perfekt klappen.

Auch ist es wichtig zu bedenken, dass jeder Mensch manchmal Fehler macht und niemand immer hundertprozentig richtig liegt. Das ist aber völlig normal und nichts, wovor du Angst haben solltest. Habe Verständnis für dich und verzeihe dir Fehler – versuche dabei jedoch auch, aus diesen zu lernen. Dies ist nämlich ein wichtiger Schritt der Persönlichkeitsentwicklung.

7 Warte nicht auf den richtigen Zeitpunkt

Wenn dieses und jenes nur so und so wäre, dann, ja dann wären die Voraussetzungen perfekt und du könntest endlich mit deinen Vorhaben loslegen. Blödsinn! Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt für irgendetwas, denn der richtige Zeitpunkt ist immer genau jetzt. Das Abwarten des richtigen Zeitpunkts ist nichts anderes als Aufschieben und als solches auch selbstsabotierendes Verhalten. Verwirf daher alle Gedanken rund um den idealen Zeitpunkt, um etwas zu beginnen, und fange jetzt an.

!Wusstest du eigentlich...

Wusstest du eigentlich, dass Frühaufsteher sich eher morgens selbst sabotieren und Spätaufsteher eher abends?

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