Lebenseinstellung Achtsamkeit

Lebenseinstellung Achtsamkeit

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„Wer achtsam lebt, trifft oft auch gesündere Entscheidungen im Leben. Das hat nicht nur positive Auswirkungen auf uns selbst, sondern auch auf unsere Umwelt.“Maria Böttner
Achtsamkeit ist ein Begriff, der mit unterschiedlicher Bedeutung gebraucht wird. Einige meinen damit meditative Techniken, die aus dem Buddhismus stammen und bei denen man sich auf sich und seinen Körper konzentriert. Für andere ist es eher eine neue Lebenseinstellung, die dazu verhelfen soll, mehr im Hier und Jetzt zu leben statt sich zu viele Gedanken und Sorgen um Vergangenes oder die Zukunft zu machen.

Wichtig ist in jedem Fall: Achtsam leben heißt, dass du in dir selbst und deiner Umgebung Glück und Zufriedenheit findest. Wir haben sieben ganz unterschiedliche Übungen zusammengestellt, die dir helfen im Alltag achtsamer zu werden. Sie können entschleunigen, Stress abbauen, deinen Kopf klarer machen, dich entspannen und dir helfen, mehr zu dir selber zu finden. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Unsere Tipps

1 Übung für jeden Tag: Den Körper achtsam wahrnehmen

Wir achten manchmal viel zu wenig auf unseren Körper. Dadurch nehmen wir kleine Signale nicht mehr wahr. Probiere als Übung doch einmal aus, ab jetzt mehr auf deinen Körper und seine Bedürfnisse zu achten. Fühle mehrmals täglich in dich hinein: Hast du Hunger oder isst du gerade nur aus Gewohnheit? Hast du zu wenig getrunken, weil du deinen Durst nicht wahrnimmst? Fühlst du dich müde und schlapp und was will dein Körper dir damit sagen: Dass du zu wenig Sport treibst? Zu wenig schläfst? Zu viel Stress hast? Je öfter du das tust, desto besser nimmst du wahr, welche Bedürfnisse dein Körper hat und was dir guttut.

2 Sich achtsam bewegen: Übung beim Spazierengehen

Eine der klassischen Achtsamkeitsübungen ist das achtsame Spazierengehen. Dabei geht es um Entspannung, um eine bessere Körperwahrnehmung und auch darum, in dir selber eine tiefe Ruhe zu finden. Achte beim Gehen einige Minuten lang ganz bewusst nur auf dich selbst: Wie setzt du deine Füße auf? Wie balancierst du deinen Körper aus? Fühle deinen Atem. Dann richte dich einige Minuten lang nach außen: Wie fühlen sich Luft, Sonne oder Regen an? Wie riecht es? Du wirst sehen, dass du nach einem solchen Spaziergang viel entspannter bist, als wenn du einfach nur läufst.

3 Stelle dir diese drei Fragen, um den Moment besser wahrzunehmen

Um Achtsamkeit zu lernen, kannst du dir in allen möglichen Situationen drei Fragen stellen: Was mache ich gerade? Beschreibe dir selbst: Was genau tust du? Wie bewegst du dich dabei? Frage zwei: Wie fühle ich mich dabei? Müde, energiegeladen, freudig, interessiert, gelangweilt, frustriert, gestresst? Frage drei: Was nehme ich wahr? Was riechst, schmeckst, fühlst, hörst du? Welche Farben und Formen sind um dich herum? Ziel ist es, den Augenblick ganz bewusst wahrzunehmen, jedoch ohne Wertung.

4 Achtsamer zuhören: Die Übung für bessere Kommunikation

Eine Übung, die viel schwerer ist, als es klingt. Höre beim nächsten Gespräch achtsam deinem Gegenüber zu. Dazu gehört vor allem: Möglichst nicht werten. Das ist besonders schwierig, denn natürlich haben wir eine Meinung zu dem, was wir hören. Und natürlich nehmen wir Dinge im Kontext unserer Erfahrungen wahr. Es kann helfen, wenn du dich fragst: Wie fühlt sich mein Gegenüber gerade? Und wenn du das Gehörte in eigenen Worten noch einmal wiedergibst („Du meinst damit also, dass….?“).

5 Mehr lächeln und lachen durch die „Lächel-Meditation“

Als Kind lachen wir ständig. Später sind nur noch wenige Menschen echte Frohnaturen, dabei ist Lächeln gesund, macht sympathisch und hebt die eigene Stimmung. Gehörst du zu denen, die eher wenig Lächeln und Lachen? Dann gibt es eine tolle Übung für dich: Nimm dir jeden Tag einige Minuten Zeit für eine „Lächel-Meditation“. Suche dir einen ungestörten Platz und lächle einfach. Auch wenn du dir dabei zunächst vielleicht komisch vorkommst. Spüre dabei in dich hinein. Wann fühlt sich das Lächeln „echt“ und wann „falsch“ an? An was musst du denken, damit du offen und echt lächeln kannst? Wenn du Kontakt zu deinem „Lächelgefühl“ gefunden hast, versuche es immer wieder über den Tag verteilt abzurufen und lächle so oft wie möglich.

6 Reflektiere den Tag vor dem Einschlafen: Wann warst du achtsam?

Achtsamkeit kann man lernen und zur Gewohnheit machen. Es kann helfen, wenn du vor dem Einschlafen kurz durchgehst, wie dein Tag verlaufen ist. In welcher Situation warst du achtsam? Welche Situation hättest du im Nachhinein betrachtet viel bewusster erleben können? Wann hast du über Gestern oder Morgen gegrübelt, statt den Augenblick bewusst zu genießen? Versuche deine Erkenntnisse am nächsten Tag umzusetzen und besser zu machen.

7 Tiere können dir viele Anreize für mehr Achtsamkeit geben

Mein persönlicher „Anker“ für mehr Achtsamkeit sind meine Haustiere. Meine zwei Hunde leben immer im Hier und Jetzt. Dadurch fällt es mir in ihrer Anwesenheit leicht, den Augenblick bewusst zu genießen. Auch wenn du keine Haustiere hast, dann sind Tiere tolle Beobachtungsobjekte, die uns erden und die uns Achtsamkeit lehren können: Du könntest Vögel beobachten. Oder mal wieder in den Zoo oder Wildpark gehen. Oder einfach eine der neuen, toll gemachten Tierdokus in HD anschauen.

!Wusstest du eigentlich...

Studien wiesen nach, dass unser Gehirn sich messbar verändert, wenn wir den aktuellen Moment möglichst wertfrei wahrnehmen (das heißt, wenn wir achtsam sind).

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