Krise als Chance sehen

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Wir alle haben eines gemeinsam: Wir hoffen, dass unser Leben gesund, glücklich und erfolgreich verläuft und wir ihm einen tieferen Sinn abgewinnen können. Doch was, wenn Zeiten der Krise kommen, in denen es eben nicht so läuft?

Das kann eine Krankheit oder ein Schicksalsschlag sein, aber auch ein „Ausbrennen“ (Burnout). Gerade in der Lebensmitte kommt für viele Menschen oft eine Zeit, in der sich die Ansprüche an das Leben ändern. Nicht umsonst spricht man von der Midlife-Crisis. Vielleicht hast du bisher deine Interessen oft in den Hintergrund gestellt und hinterfragst jetzt deine bisher verfolgten Lebensziele kritisch?

Mit diesen Tipps kannst du deine Krise als Chance für Wachstum und persönliche Weiterentwicklung nutzen. Denn gerade in ausweglos erscheinenden Zeiten liegt das größte Potenzial, das Leben neu anzunehmen und glücklicher zu werden.

Unsere Tipps

1 Dich einer Krise zu stellen führt zu Wachstum und Weiterentwicklung

Kein Mensch möchte gerne Schmerz ertragen, egal ob dieser seelisch oder körperlich ist. In einer Krise ist es jedoch wichtig, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Überspiele nicht, dass es dir schlecht geht. Hoffe nicht, dass die Phase schon von selber vorübergehen wird. Du kannst an einer Krise nur wachsen, wenn du sie akzeptierst und verstehst. Gestehe dir deine Sorgen und Ängste ein, sprich mit anderen darüber und stelle dich der Situation. Dann wirst du irgendwann gestärkt aus dieser Krise herausgehen und dir selber sagen können: „Ich bin froh und dankbar, dass ich dadurch so viel über mich gelernt habe. Ohne diese Krise wäre ich nicht da, wo ich heute bin.“

2 Baue dir ein soziales Netzwerk auf und triff dich mit Freunden

Hast du noch kein soziales Netzwerk, dann baue dir eines auf. Es ist einer der wichtigsten „Rettungsanker“ in Krisenzeiten. Es gibt Menschen, die suchen von sich aus Rat und Rückhalt bei anderen. Andere ziehen sich bei Problemen eher zurück. Gehörst du zu letzteren, dann solltest du unbedingt über deinen Schatten springen. Halte den Kontakt zu Familie und Freunden. Gehe weiter aus dem Haus. Wenn dir bestimmte Menschen gut tun, dann triff dich öfter mit ihnen.

Gerade jetzt ist es wichtig für dich, dass du dich nicht in dein Schneckenhaus verkriechst. Bleibe weiter mitten im Leben. Dein Umfeld wird dir Halt geben und dich stützen, wenn du Hilfe brauchst. Wenn du nicht weißt, wie du am besten aktiv werden kannst, helfen dir diese Tipps, um neue Freunde zu finden.

3 Entdecke was dir Spaß macht und was deinem Leben einen Sinn gibt

Es gibt Wendepunkte im Leben, an denen alles Bisherige plötzlich hinterfragt wird. Auf einmal „erwachst“ du, machst dir vermehrt Gedanken über den Sinn deiner Existenz und reflektierst die bisher verfolgten Ziele kritisch. Gut so! Nutze die Chance um dich als Mensch jetzt noch einmal neu zu entdecken, so wie du heute bist. Vielleicht hast du bisher eine Rolle eingenommen, die gar nicht deine eigene ist.

Wichtig ist, jetzt aktiv zu werden. Suche dir etwas, das dich erfüllt. Ideal sind Aktionen, bei denen du anderen helfen und neue Menschen kennenlernen kannst. Werde in einem gemeinnützigen Verein aktiv. Biete dich als Babysitterin oder Hundeausführerin an, lies älteren Menschen im Altersheim vor oder organisiere Hilfsaktionen. Falls du noch auf der Suche nach deiner Passion und Berufung bist, helfen dir diese Tipps weiter.

4 Sorge in Krisenzeiten für dich selbst – und zwar in jeder Hinsicht!

Wenn es dir schlecht geht ist verständlicherweise die Motivation im Keller. Doch gerade jetzt solltest du erst recht auf dich achten. Auch wenn es schwer fällt, beweg dich regelmäßig. Sport führt zur Ausschüttung von Glückshormonen und gibt mehr Energie. Alkohol und Drogen sollten tabu sein. Ernähre dich in Krisenzeiten besonders gut und ausgewogen. Für dich selbst zu sorgen heißt aber auch: Gehe fair und liebevoll mit dir selbst um.

Oft erfahren wir den stärksten psychischen Druck von uns selbst. Werde dein eigener bester Freund, sei nachsichtig und sanft mit dir selbst. Genau so, wie du es von einem engen Freund oder Familienmitglied erwarten würdest. Diese Tipps können dir dabei helfen, dich selbst lieben zu lernen.

5 Glück und Frieden muss aus dir selber kommen und nicht von außen

Du suchst momentan nach einem Ausweg aus deiner persönlichen Krise. Große Umbrüche im Leben, ein neuer Job, eine Scheidung – all das können unter Umständen Lösungen sein. Doch du solltest nichts überstürzen und solche Entscheidungen nicht mitten in Krisenzeiten treffen. Denn die Auslöser liegen oft in dir selbst und nicht in der Außenwelt. Nutze den Schicksalsschlag, den Burnout oder die Krise als deine Chance, um Altlasten aufzuarbeiten und mit dir selber ins Reine zu kommen.

Entspannungstechniken, Gespräche mit Freunden oder professionelle Hilfe können dabei helfen. Triff schwerwiegende Lebensentscheidungen erst dann, wenn du sicher bist, dass du zu dir selbst gefunden hast und weißt, was du willst. Diese Tipps können dir dabei helfen:

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6 Lerne, dich mitsamt deiner Vergangenheit voll und ganz zu akzeptieren

„Was wäre gewesen, wenn ich damals…“. Diese Gedanken sind mit die destruktivsten, die es gibt. Was du damals entschieden hast, hast du damals für richtig gehalten. Oder du warst in deiner Entwicklung noch nicht so weit, wie du es heute bist. Wichtig ist, dass du dir immer wieder klar machst: Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. Du kannst nicht ändern, was andere dir angetan haben oder was du getan hast. Aber du kannst lernen, dich selbst und deine Vergangenheit zu akzeptieren. Alles was früher war, gehört zu dir und hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist. Schau nach vorne und halte dich nicht mit „Was wäre wenn“-Grübeleien auf.

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7 Gestehe dir deine Probleme ein und traue dich, Hilfe anzunehmen

Verwendest du viel Energie, um nach außen hin den Schein zu wahren und keine vermeintliche Schwäche zu zeigen? Nutze diese Energie lieber, um die Krisensituation zu überwinden. Es ist in Ordnung, dass es dir gerade nicht gut geht. Aber du musst da nicht alleine durch. Überwinde dich und bitte um Hilfe. Es wird dir gut tun, mit dem richtigen Menschen darüber zu sprechen. Wer das ist, das musst du individuell für dich entscheiden. Die Familie, die beste Freundin oder auch Fachleute. Professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von Krisen findest du nicht nur bei Psychotherapeuten. Auch Selbsthilfegruppen, Seelsorger oder Beratungsstellen wie Pro Familie bieten Hilfe an.

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