Krampfadern verhindern

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Krampfadern an den Beinen (auch „Varizen“ oder „Varikose“ genannt) sehen nicht nur unschön aus, sie können auch Schmerzen und gefährliche Komplikationen verursachen. Ursache für die Krampfadern sind dauerhaft erweiterte Venen, die bläulich durch die Haut scheinen. Anfangs ist dieses Venenleiden nur unschön, im fortgeschrittenen Zustand kann es aber auch Probleme verursachen: Geschwollene, schmerzende Beine, Hautveränderungen, Geschwüre und Thrombosen sind mögliche Folgen. Wir zeigen dir, wie du die Entstehung von Krampfadern von vorneherein verhinderst und wie du mit bestehenden Varizen umgehen kannst. Wie bei vielen Krankheiten gilt auch hier: Je eher eine Behandlung eingeleitet wird, umso besser sind die Ergebnisse.

Unsere Tipps

1 Alltagstipp gegen Krampfadern: Beine hochlegen!

Viele Frauen stehen, laufen oder sitzen den ganzen Tag, die Beine kommen gar nicht zur Ruhe. Auch das kann die Bildung von Krampfadern fördern. Um den Varizen vorzubeugen, solltest du deshalb so oft wie möglich die Beine hochlegen. Nutze Pausen am Tag und den wohlverdienten Feierabend auch hierfür und beuge damit Krampfadern vor.

2 Mit der richtigen Sitzposition Krampfadern vermeiden

In vielen Berufen lässt sich langes Sitzen nicht vermeiden. Achte dann aber darauf, dass immerhin die Sitzposition stimmt. Wichtig ist, dass deine Füße nicht in der Luft baumeln, sondern flach auf dem Boden stehen. Im Zweifelsfall solltest du eine Fußstütze verwenden. Schon ein dickes Buch unter den Füßen kann die Haltung deutlich verbessern. Gewöhne dir zusätzlich an, regelmäßig kurz aufzustehen und dich zu bewegen, um die Blutzirkulation anzuregen und Krampfadern keine Chance zu geben.

3 Wassertreten gegen Krampfadern

Sebastian Kneipp wusste schon im 19. Jahrhundert, was heute die Wissenschaft bestätigt: Wasseranwendungen stärken die Venen und sind deshalb gut gegen Krampfadern. Besonders gut zur Vorbeugung und für die Behandlung schwach ausgeprägter Krampfadern ist Wassertreten. Hierfür lässt du kaltes Wasser in die Badewanne ein, das dir bis zur dreiviertel Wadenhöhe reichen sollte. Jetzt gehst du mit kleinen Schritten in der Badewanne hin und her. Hebe dabei abwechselnd die Füße ganz aus dem Wasser und setze sie wieder hinein. Schon 30 Sekunden Wassertreten am Tag reichen aus, um die Venen zu stärken. Achte aber darauf, dass dein Körper vor dem Wassertreten gut durchgewärmt ist. Außerdem solltest du eine rutschfeste Einlage in der Badewanne befestigen, um einen Sturz zu verhindern.

4 Mit Krampfadern zum Arzt gehen solltest du, wenn …

… du häufig abends geschwollene Fußgelenke hast oder deine Beine als schwer empfindest,

… in deinem Bein plötzlich ziehende Schmerzen auftreten,

… du die Krampfadern unangenehm spüren kannst,

… Besenreißer und Krampfadern deutlich sichtbar werden,

… Schmerzen, Rötungen und starke Schwellungen auftreten (in diesem Fall solltest du zügig einen Arzt aufsuchen, denn es könnte sich um eine Thrombose handeln, die im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein kann).

5 Mit Kompressionsstrümpfen gegen Krampfadern

Bei der Behandlung von Krampfadern spielt das Tragen von Kompressions- oder Stützstrümpfen eine große Rolle. Sie üben einen gewissen Druck aus und verhindern so, dass zu viel Blut in die Beine absackt. Das verbessert die Symptome von Krampfadern ganz erheblich. Kompressionsstrümpfe werden vom Arzt verschrieben und in einem Fachgeschäft angepasst. Wie lange und wie häufig sie getragen werden müssen, hängt stark von der Ausprägung der Beschwerden ab.

6 Operative Verfahren bei Krampfadern

Wenn Krampfadern schmerzen oder optisch stark stören, bleiben meist nur kleine operative Eingriffe, um sie zu entfernen. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, in denen die betroffenen Venenstücke entfernt oder ausgeschaltet werden. „Krampfadern ziehen“ nennt der Volksmund ein Verfahren, das eigentlich „Stripping“ heißt. Mit wenigen kleinen Schnitten wird die Krampfader entfernt. Dadurch kann die Funktion der übrigen Venen deutlich verbessert werden. Bei anderen Verfahren werden die Krampfadern verschlossen, um ihre fehlgeleitete Funktion auszuschalten. Welche Operationsverfahren in deinem Fall infrage kommen, entscheidet der Arzt nach einer gründlichen Untersuchung und Beratung.

7 Kühle Umschläge lindern die Beschwerden bei Krampfadern

Gegen geschwollene und schmerzende Beine, die oft mit Krampfadern einhergehen, helfen kühle Umschläge. Sie sind schnell gemacht und tun vielen Betroffenen sehr gut. Und so geht’s: Tauche ein Küchenhandtuch in kühles Wasser, wringe es aus und lege es um die Waden. Lagere die Beine hoch, während der Wickel wirkt. Lasse ihn liegen, bis er sich nicht mehr kühl anfühlt. Bei Bedarf kannst du ihn noch einmal in kühles Wasser tauchen und die Behandlung wiederholen. Dieses Hausmittel lindert gut die Beschwerden bei Krampfadern. Wenn du allerdings häufig schwere Beine und andere Probleme hast, solltest du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

8 Ackerschachtelhalm stärkt die Venen von innen

Ackerschachtelhalm (auch Zinnkraut genannt) kann das Bindegewebe kräftigen. Da Krampfadern immer mit einem schwachen Bindegewebe einhergehen, beugst du mit einer Kräftigung des Bindegewebes auch den Krampfadern vor. Mit Zinnkrauttee kannst du dein Bindegewebe unterstützen. Und so geht’s: Gib einen Teelöffel Ackerschachtelhalm (aus der Apotheke) in einen Viertelliter kochendes Wasser. Koche die Mischung fünf Minuten lang und nimm sie dann vom Herd. Lasse den Tee noch zehn Minuten lang ziehen und seihe ihn dann ab. Zwei bis drei Tassen von diesem Tee pro Tag können einen guten Beitrag zur Vorbeugung von Krampfadern leisten. Wenn du schwanger bist, stillst oder gegen Zinnkraut allergisch bist, solltest du den Tee jedoch nicht anwenden.

9 Mit Vitamin C gegen Krampfadern

Vitamin C ist sehr wichtig, um die Venen und Venenklappen gesund zu halten. Eine vitaminreiche Ernährung ist deshalb auch gut, um Krampfadern vorzubeugen. Besonders viel Vitamin C ist in Paprika, Zitrusfrüchten, Hagebutten, Johannisbeeren, Grünkohl und Rosenkohl enthalten.

10 Medikamente gegen Krampfadern

Bei leichten Krampfadern werden häufig venenstärkende Medikamente eingesetzt. Sie können die Varizen zwar nicht verschwinden lassen, aber sie lindern die Symptome und sorgen dafür, dass sich die Krampfadern nicht weiter verschlimmern. Die eingesetzten Medikamente enthalten zum Beispiel Pflanzenextrakte aus dem Weinlaub oder der Rosskastanie. Verwendet werden Salben, Cremes, Kapseln oder Tabletten. Viele dieser Medikamente sind frei verkäuflich. Bei stärkeren oder häufig auftretenden Beschwerden solltest du jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen, der die richtige Therapie für dich herausfindet.

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