Eifersucht: Vertrauen lernen

Eifersucht: Vertrauen lernen

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    Eifersucht: Vertrauen lernen
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„Gesunde Eifersucht zeigt sich, wenn man sich vom Partner zu wenig beachtet oder sogar zugunsten einer anderen Person vernachlässigt fühlt. Ungesund wird dieses Gefühl, wenn es ohne realen Grund ständig präsent ist, in Misstrauen und Kontrolle umschlägt.“ Lisa Fischbach (Diplom-Psychologin und Beziehungsexpertin)
Eifersucht ist in einer Beziehung bis zu einem gewissen Grad normal und zeigt, dass der Partner uns wichtig ist.

Schwierig wird es dann, wenn es ständig zu Eifersucht und negativen Emotionen kommt. Denn Misstrauen, Vorwürfe, Verlustängste, Kontrolle und Streit bewirken das Gegenteil von dem, was du dir wünschst: Sie treiben den Partner schlimmstenfalls immer noch weiter von dir weg.

Oft führt mangelndes Selbstwertgefühl zu Eifersucht. Andere Ursachen können Missverständnisse und mangelnde Kommunikation sein. Ein dritter Auslöser für Eifersucht kann auch sein, dass der Partner unbewusst tatsächlich Gründe liefert, indem er sich distanziert, lieblos oder uninteressiert verhält.

Wir haben Tipps zusammengestellt, mit denen du gegen aufkommende Eifersuchtsgefühle vorgehen kannst und mit denen du das Auftreten dieser negativen Gefühle verhindern kannst.

Unsere Tipps

1 Finde heraus, ob der Grund der Eifersucht vielleicht bei dir liegt

Es kommt vor, dass Eifersucht gar nicht mit dem Verhalten des Partners zusammenhängt, sondern mit dem eigenen niedrigen Selbstwertgefühl. Interpretierst du manchmal Sachen in Situationen hinein, die gar nicht da sind? Fällt es dir schwer, dich selbst davon zu überzeugen, was für eine tolle Person du bist und was dein Partner an dir hat? Dann solltest du dir eingestehen, dass du mit deinem angeknacksten Selbstwertgefühl den Nährboden für die Eifersucht bereitest, nicht dein Partner mit seinem Verhalten. Diese Erkenntnis ist der erste wichtige Schritt, um an dir zu arbeiten.

2 Wenn die Eifersucht hochkommt, erkennen und handeln

Versuche, ganz bewusst zu merken, wenn erste Anzeichen von Eifersucht auftreten. Und zwar BEVOR du dich weiter hineinsteigern kannst. Mache gedanklich einen Schritt zurück und überlege dir: Warum werde ich gerade eifersüchtig? Gibt es einen konkreten Grund? Wenn nicht, dann liegt der Grund in dir und du kannst ihn ändern: Mache Entspannungsübungen. Denk an deine Stärken. Gönne dir etwas Gutes. Wenn du gar keine Möglichkeit findest, die Eifersucht zu bremsen, dann kann ein Gespräch bei einem Psychologen helfen, eine entsprechende Strategie zu erarbeiten.

3 Spioniere deinem Partner nicht nach und stelle ihn nicht unter Generalverdacht

Eifersüchtige Menschen neigen dazu, ihren Partner zu kontrollieren oder ihm nachzuspionieren, was zu weiteren Problemen führen kann. Denn es verletzt die Intimsphäre des Partners, setzt ihn unter Druck und zeugt von fehlendem Vertrauen. Das Handy des Partners sollte deshalb tabu sein. Auch Kontrollanrufe oder das „unauffällige“ Ausfragen von Freunden oder Kollegen ist ein No-Go. Versuche auf jeden Fall, dich nicht zu unfairen Aktionen hinreißen zu lassen. Damit drängst du deinen Partner nur in ein Verhalten (zum Beispiel sein Handy nicht mehr offen liegen zu lassen), dass dich noch eifersüchtiger macht. Es entsteht ein Teufelskreis, der sich immer schwerer unterbrechen lässt.

4 Trägt das Verhalten deines Partners zu deiner Eifersucht bei? Dann ändert das!

Gibt dein Partner dir tatsächlich Gründe zur Eifersucht? Dann solltest du das dringend mit ihm klären. Aber auch wenn der Partner nicht mit anderen flirtet, manchmal tragen auch andere Dinge zur Eifersucht bei. Benimmt dein Partner sich dir gegenüber kalt und distanziert? Fühlst du dich zu wenig geliebt? Weißt du nicht, ob dein Partner dich noch schön findet? Dann findet gemeinsam heraus, wie viel davon am Partner und wie viel an dir liegt. Sucht einen Kompromiss und Wege, wie ihr wieder enger zusammen findet und eure Beziehung stärken könnt. Redet über euch, über eure Wünsche und Ziele in der Beziehung.

5 Lasst eure Beziehung wieder aufleben und verbringt schöne Momente

Du kannst Eifersucht vorbeugen, indem du die Beziehung pflegst. Dazu gehören gemeinsame Unternehmungen aber auch ein erfülltes Sexualleben. Ihr könntet zum Beispiel einen Tag in der Woche als „Paartag“ festlegen, an dem ihr euch etwas gönnt, was ihr beide gerne tut. Sage deinem Partner öfter, was du an ihm oder ihr magst. Sei liebevoll, statt vorwurfsvoll. Sorge möglichst oft für schöne, zärtliche Momente und lustige Erlebnisse. Geht wieder öfter zusammen aus und macht bewusst Dinge, die ihr in der Anfangszeit eurer Beziehung gemeinsam getan habt.

6 Fühle dich sexy, fit und schön, dann bist du auch weniger eifersüchtig

Wer eifersüchtig ist, zweifelt an sich selbst. Es gibt jedoch einen einfachen Weg, wie du deine Selbstliebe stärken kannst: Sorge dafür, dass du dich selber schön findest. Falls du bisher keinen oder nur wenig Sport getrieben hast, fange unbedingt damit an. Du wirst sehen, wie sich innerhalb weniger Wochen dein Körpergefühl und dein Selbstbewusstsein verändert. Es muss gar nicht der anstrengende Weg ins Fitness-Center sein. Suche einen Sport heraus, den du auch dauerhaft gerne machst. Wie wäre es mit Schwimmen, Wandern, Tanzen oder Sport zuhause mit Online-Video- Anleitung?

Wir haben auch Tipps für dich, wie du Bewegung in deinen Alltag integrieren kannst.

7 Liebe dich selbst und führe ein Leben, das nicht nur vom Partner abhängig ist

Wenn du dich sehr auf deinen Partner konzentrierst und ihn zum alleinigen Mittelpunkt deines Lebens machst, dann stärkt das auch deine Angst, deinen Partner zu verlieren. Darum ist es wichtig, dass du versuchst, wieder unabhängiger zu werden. Nimm dir Zeit für deine eigenen Interessen. Gehe wieder öfter mit Freundinnen aus. Die Bestätigung durch Freunde hat einen doppelt positiven Effekt: Sie gibt dir mehr Selbstbewusstsein und erhöht zugleich deine Attraktivität für den Partner – denn Studien zeigen, dass es attraktiv wirkt, wenn jemand von anderen geschätzt wird.

**Eigenschaften von Frauen, die sich selbst lieben**

!Wusstest du eigentlich...

Bei einer Umfrage gaben nur 18 Prozent der Deutschen an, gar keine Eifersucht zu verspüren. Alle anderen gestanden ein, dass sie in bestimmten Situationen eifersüchtig reagieren.

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