Außenwirkung: Mach dich unabhängig von der Meinung anderer

Außenwirkung: Mach dich unabhängig von der Meinung anderer

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Du solltest dich nach deinen Wünschen richten. Denn sobald du anfängst, einen Traum zu verwirklichen, wachst du auf und alles bekommt einen Sinn.Barbara Sher (Karriere- und Life Coach)
Den eigenen Weg zu gehen, das erfordert Willen, Mut und Lust auf Veränderung. Wenn du Großes vorhast und aus gewohnten Bahnen ausbrechen willst, dann gilt das ebenso, wie für die vielen kleinen Dinge des Lebens, für die wir uns jeden Tag neu entscheiden müssen.

Wenn nichts vorangeht, kann das an dir selbst liegen, aber auch an deinem Umfeld. Denn wenn andere Menschen Unverständnis zeigen oder sich über deine Ideen lustig machen, dann blockiert das natürlich. Auch die Angst der Meinung anderer kommt als Wurzel für inneren Widerstand infrage.

Mach dich mit den folgenden Tipps unabhängig von deinem Umfeld.

Unsere Tipps

1 Nimm die Meinung der anderen Menschen nicht persönlich

Die Vorstellungen und Meinungen von anderen Menschen sagen mehr über sie selbst aus, als über dich. Die Erziehung der Eltern und teilweise auch die Gesellschaft geben Ideen vor, die sich nicht immer dazu eignen, dass wir uns im Leben selbst verwirklichen können. Wenn du genau hinhörst, hörst du es vielleicht: „Das macht man doch nicht“, „das gehört sich nicht“, „wenn das jeder machen würde“ usw. Als Gegenstrategie kannst du den Satz „was XY von mir denkt, hat nichts mit mir zu tun“ zu deinem täglichen Mantra machen.

2 Du bist du! Und dein Wertesystem ist deine Angelegenheit

Wenn du dir eines Tages eingestehst, dass die Ehe, die du dir wünschst mit dem Mann, mit dem du seit 20 Jahren verheiratet bist, nie möglich sein wird, dann ist es vielleicht an der Zeit sich zu trennen. Und wenn du mit 45 Jahren beschließt, dass du dir Haare in derselben Farbe wie deine Tochter (nämlich pink) färben willst – einfach deshalb, weil es eurer Beziehung gut tut – dann ist das nun mal so. Mach es, denn sonst wirst du es immer bereuen. Wenn du angesichts neuer Vorhaben unsicher bist, führe dir dein Wertesystem vor Augen, dann weißt du, warum du so handelst, wie du handelst. Lebe deine Unabhängigkeit.

3 Lass es langsam angehen: Teste die Reaktion deines Umfelds

Zwinge dich zu nichts. Die vielen Gedanken um die Reaktion der anderen können auch bedeuten, dass du dir selbst noch nicht sicher bist. Du brauchst niemanden vor vollendete Tatsachen zu stellen. Es kann auch vorkommen, dass deine Familienmitglieder, Freunde und Bekannte verletzt sind, dass du sie nicht in deine Überlegungen miteinbezogen hast. Du kannst dich langsam vortasten und mit kleineren Dingen, die für dein Umfeld ungewöhnlich sind, anfangen. Dann siehst du, wie dein Umfeld darauf reagiert. Du bekommst Sicherheit und kannst dich von Mal zu Mal steigern. Und vielleicht hörst du dann beim nächsten Mal auch mal: „Schön, dass du es endlich machst, du redest nämlich schon so lange davon!“

4 Selbstvertrauen wächst selten über Nacht: Der Weg ist das Ziel

Die meisten Menschen, die Selbstsicherheit ausstrahlen, wissen genau, wie sich eine Niederlage anfühlt. Sie haben diese durchlebt und sind dann einfach wieder aufgestanden. Selbstvertrauen erwirbst du nicht in den sicheren Bereichen deiner Komfortzone, sondern da, wo du aus dieser heraustrittst. Zum Wachstum gehört immer die Phase der Unsicherheit. Die gute Nachricht ist folglich: Du kannst Selbstvertrauen nach und nach erwerben. Mit jedem Mal, mit dem du deinen eigenen Weg gehst, wirst du stärker. Wenn es heute nicht geklappt hat, dann nimm es dir für morgen einfach wieder vor.

5 So gelingt der Perspektivenwechsel: Nimm dir eine Auszeit vom Alltag

Wenn du Angst hast vor dem Urteil und der Meinung anderer Menschen, dann begib dich dorthin, wo dich niemand kennt. Du musst nicht alle Zelte hinter dir abreißen, du kannst auch einfach nur eine Woche an einen schönen Ort fahren und nachdenken. Manchmal fällt es uns leichter, den ersten Schritt zu machen, wenn wir nicht unser “normales Umfeld” um uns herum haben. Du siehst dann, dass es noch etwas anderes gibt, als die kritischen Blicke derer, denen du dich ausgeliefert fühlst. Es ist auch nicht zwingend notwendig, dass du alleine fährst. Nimm eine Freundin mit und genieße die Zeit mit den neuen Eindrücken. Ein Ortswechsel, der mit einem Gefühl der Unabhängigkeit einhergeht, kann viel bewirken.

6 Akzeptiere, dass du die anderen nicht kontrollieren kannst

Wenn du alles so machst, wie es die anderen gerne hätten, dann heißt das noch lange nicht, dass du auch beliebt und anerkannt bist. Solltest du bis jetzt nach den Vorstellungen anderer Menschen gelebt haben, wäre es durchaus möglich, dass du in der Schublade „langweilig“ oder „angepasst“ gelandet bist. Das ist auch nicht schön, oder? Die Wurzel der Angst vor der Meinung der anderen ist, dass du deinen Selbstwert von einem Resultat abhängig machst, das du zu keinem Zeitpunkt kontrollieren kannst. Egal ob du gute Absichten hast, dich daneben benimmst und lächerlich machst – die anderen denken, was sie wollen. Sobald du das verstanden hast, lebst du viel leichter.

7 Raus aus der Isolation: Suche dir Gleichgesinnte

Dein gewohntes Umfeld ist deine Komfortzone. Vielleicht ist es an der Zeit, dass du deinen Freundeskreis etwas erweiterst. Mit neuen Menschen holst du dir auch neuen Input in dein Leben. Vielleicht lernst du Menschen kennen, die bereits das machen, was du willst oder zumindest etwas Ähnliches wollen wie du. Egal, ob du plötzlich deine Liebe zu Frauen entdeckt hast, dich mit einer ungewöhnlichen Idee selbstständig machen willst oder ein Sabbatical in Asien planst – Selbsthilfegruppen, Gründerworkshops oder Erfolgsteams (z. B. nach Barbara Sher) bieten viele Möglichkeiten, bei denen du dich mit unbekannten Personen vernetzen kannst.

!Wusstest du eigentlich...

Inwiefern Selbstbewusstsein, IQ und Erfolg zusammenhängen, haben Forscher am Kings College untersucht. Testgruppe waren fast 4000 Zwillingspaare im Alter von sieben bis zehn Jahren. Das Ergebnis zeigte, dass es für den schulischen Erfolg nicht ausschlaggebend war, in welchen Bereich der IQ der Kinder tatsächlich lag. Sie erzielten vor allem dann gute Noten, wenn sie selbst von ihren Fähigkeiten überzeugt waren und diese als überdurchschnittlich einstuften.

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